Traumschleife Fünfseenblick

[0051-14-10.8-585.9-1502.0]


Und die See gibt ihnen neue Hoffnung,
wie die Nacht ihnen neue Träume bringt

[Christoph Kolumbus]


Wetterbedingt und auch gartenbedingt hielten sich die Wanderungen in letzter Zeit leider im kleinen Rahmen.
So musste heute wieder eine Premiumtour auf die Füße gebracht werden.

Aufgrund der angekündigten Temperaturen von bis zu 36 Grad und der schon hohen Temperaturen am Morgen entschied ich mich schweren Herzens die Hunde zu Hause zu lassen.
Wie sich herausstellen sollte, war es allerdings die richtige Entscheidung.

Aber komisch ist es schon, ohne einen Vierbeiner unterwegs zu sein ...



Der Startpunkt der Wanderung befindet sich auf der Salzbornstraße in Bad Salzig bei Boppard am Kurpark.

Hinweisschilder sind recht schnell zu erkennen.



So informiere ich mich auch hier noch einmal über die Wanderroute, die im Uhrzeigersinn vorgeschlagen wird.




Ein paar Meter weiter findet sich der "schlafende Riese" des Gartentherapieprojektes im Kurpark.


So lasse ich mich von der hervorragenden Beschilderung der Traumschleife auf dem richtigen Weg leiten.
Recht schnell erhasche ich einen ersten Blick auf die beiden Burgen der "feindlichen Brüder", Sterrenberg und Liebenstein auf der anderen Rheinseite.


Einen Teil des Weges befinden wir uns auch auf dem Rheinburgenweg.
Die hier verlaufenden Traumschleife nutzt das gleiche Symbol des Rheinburgenweges, allerdings mit den Farben der Traumschleifen.



Ich bin um etwa 09:00 Uhr gestartet und schon froh über die ersten schattigen Waldstücke, zumal es eigentlich auch bislang nur aufwärts geht.


Da die Route zunächst parallel zum Rhein geführt wird, stoßen wir auf einige Aussichten hinab, die alle mit Sitzgelegenheiten versehen sind.

So viele Sitzgelegenheiten wie auf dieser Schleife habe ich schon lange nicht mehr gesehen.




Bestimmte Wegbereiche sind mit Steinen versehen, so dass festes Schuhwerk angeraten ist.



Ein kleiner - liebevoll angelegter - Schmetterlingsgarten lädt zu einem kurzen verweilen ein.




Die Schmetterlinge sind zu schnell.
So bleibt nur dieses Bild ;-)


Die nächste Aussicht auf den Rhein erwartet mich.

Dank Selbstauslöser ein schnelles Foto vom Blogger ;-)


Die Aussicht "betende Madonna" ist schnell erreicht.

Rechts von mir liegt eine Aussichtsplattform der in der Nähe verlaufenden Traumschleife Rheingold, die ich vor kurzem mit dem Rüden gelaufen bin.

Der Legende nach lebten im 17. Jahrhundert Nonnen oberhalb von Bad Salzig.
Im 30jährigen Krieg fielen die Schweden ein und sollen die Nonnen gemeuchelt haben.
Nur der Nonne Angelika gelang die Flucht, die sie hier zur Ziehlay führte.
Nach einem Blick vom Felsen aus auf den Rhein und der Sorge von den Soldaten ermordet zu werden, soll sie gebetet haben:



"Heilige Mutter Gottes. Erspare mir das Martyrium und lasse mich zu Stein erstarren."
Die Meuchelmörder fanden sie nicht und suchten unterhalb des Felsen nach ihrer Leiche. Als sie hochschauten erstarrten sie und erkannten die betende Nonne, die zu Stein erstarrt war.
Sie fielen auf die Knie und bekreuzigten sich ...



Der Weg führt uns nun fort vom Rhein.
An den offenen Landschaftsteilen wird es recht heiß.

Die Route führt mich nun wieder in den Wald hinein zum Weilerbach.

Das Plätschern des Baches und die Kühle tut einfach gut.

Da fällt die erneute Steigung des Weges gar nicht auf.




Es ist angenehm kühl.




Mit einem Blick zurück queren wir die Landstraße ...


... um uns der nächsten Steigung zu stellen.

Es ist jetzt drückend heiß. Die Luft steht und die lange und steilere Führung verlangt mir doch tatsächlich viel an Kraft ab.

Aber irgendwann ist auch das geschafft und ich erreiche die Fleckertshöhe, die höchste Erhebung in der Stadt Boppard.

Ich blicke auf den etwa 100 Meter hohen Sendemast der Telekom.



Doch bevor ich diesen erreiche, zweigt der Weg nach rechts ab und wir schauen noch einmal hinab auf das Rheintal in der Ferne.


Die nächste "Attraktion" ist auch bald erreicht: der Aussichtsturm "Fünfseenblick".
27,4 Meter hoch - 126 Stufen gesamt.
Die Gesamtkosten sollen 320.000 € betragen haben.
Fertiggestellt wurde er im Mai 2014.

Da kein Gewitter herrschte und ich somit laut Warntafel auch keine 30 Meter Abstand zum Turm halten musste, bin ich die Stufen hinaufgegangen.

Und ja. Etwas mulmig war mir dann doch da ganz oben ;-)
Der Wind pfiff und die Holzbohlen sind elastisch.


Ich trenne mich vom Turm und folge der Wegführung, die mich nun zum Hochlei führt.
Nicht allerdings ohne dieses Gefahrenschild zu vernachlässigen, die eine grundsätzlich hohe Aufmerksamkeit bedürfender Straßenquerung deutlich macht.
 

Und erneut werfe ich einen Blick in die Ferne und erkenne erneut die beiden Burgen auf der anderen Rheinseite.

Näheres findet sich dazu auch hier.



Es geht jetzt nur noch abwärts und hierbei erneut an einer Aussicht des Hochlei vorbei.


Ein Gruppe Wanderinnen kommt mir entgegen und schnauft schon - verständlicherweise - ganz gut.

Ich denke, dass die Begehung der Route im Uhrzeigersinn sinnvoll sein dürfte.


Es geht nun durch den Wald hinab in das Rheintal nach Bad Salzig.

Also schnell noch ein weiteres Bild gemacht ...



... bis wir am Klinikum entlang wieder zum Fahrzeug gelangen.








Fazit:

Wirklich schöne Traumschleife, wenn auch etwas anstrengender.
Ob es an der Hitze gelegen hat ? Ob ich einfach nur schlapp war ?
Es war jedoch wirklich eine gute Entscheidung, die Hunde nicht mitzunehmen bei diesem Wetter.
Ansonsten - bei kühleren Temperaturen - dürfte dies kein Problem sein - sofern genügend Flüssigkeit mitgeführt wird.




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Kommentare

Elke Bitzer hat gesagt…
Ich kann gut verstehen, dass es schwer war deine Vierbeiner daheim zu lassen.
Bei den Temperaturen solche Wege würde ich Spike aber auch nicht zumuten. Selbst meinen Fotobesuch in der Wahner Heide habe ich ohne ihn gemacht. Der ignoriert es einfach, wenn ich die Schuhe anziehe, ein untrügliches Zeichen für Lustlosigkeit :-)
Den Fünfseehnblick werde ich irgendwann auch komplett gehen, Teile kenne ich ja schon.

LG Elke