Varusschlacht - Museum Kalkriese

Quintili Vare, legiones redde!
„Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück!


Ein lange geplanter Besuch eines alten Freundes aus Jugendzeiten im Bereich Osnabrück stand auf dem Plan. Und wenn man schon einmal dorthin fährt, dann will man natürlich auch den Park und das Museum der Varusschlacht in Kalkriese besuchen.





Wir parken direkt am Museum in Kalkriese und entrichten die Eintrittsgebühr von derzeit 7,50 € pro Person und begeben uns auf das Gelände.

In der Varusschlacht (auch: Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht, in der zweiten Hälfte des Jahres 9 n. Chr. erlitten drei römische Legionen samt Hilfstruppen und Tross unter Publius Quinctilius Varus in Germanien eine vernichtende Niederlage gegen ein germanisches Heer unter Führung des Arminius („Hermann“), eines Fürsten der Cherusker.
Die Schlacht, in der ein Achtel des Gesamtheeres im Römischen Reich vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe zu einer Provinz des Römischen Reiches zu machen (Quelle).


Zur Orientierung gibt es einen Lageplan zum Park selbst, an dem man sich orientieren kann.

Als Ort der Schlacht wurden und werden verschiedene Stätten in Ostwestfalen, Norddeutschland und in den Niederlanden vermutet. Seit Ende der 1980er Jahre werden archäologische Ausgrabungen in der Fundregion Kalkriese am Wiehengebirge im Osnabrücker Land durchgeführt, die den Ort zu einem Favoriten in der Diskussion als Ort der Varusschlacht machten (Quelle).




Das Museum befindet sich in dem links zu erkennenden Kunstwerk.




Doch zunächst geht es an den so genannten Friedenszeichen vorbei.



Verschiedene Hinweistafel erläutern bestimmte Begebenheiten und römische Gewohnheiten.

 
Wir begeben uns in das Museum auf der ersten Etage und schauen uns dort um.
Unter anderem sind hier diverse Funde zu sehen, die mutmaßen lassen, dass hier die bedeutende Schlacht stattgefunden haben könnte (siehe: Fundregion Kalkriese).



Anschließend besteigen wir den 40 Meter hohen und 2002 eröffneten Aussichtsturm, um in die Gegend zu blicken.




Im Boden eingelassen finden wir ein Geländemodell der Enge beim Kalkrieser Berg, die bewusst als "Hinterhalt" genutzt wurde.


Verschiedene Pavillons säumen den Weg.
Bei diesem handelt es sich um den Pavillon "Fragen".

Ich gebe es zu. Ich habe es nicht verstanden ...



Im vermuteten "Weg der Römer" befinden sich Stahlplatten, die Zitate alter Quellen tragen.




Wir laufen nunmehr auf den "Landschaftsschnitt" zu, wobei wir durch die Stahlplatten auf Bodenniveau römisch-germanischer Zeit gelenkt werden.




Wir erkennen hierbei auf den Nachbau des Wallverlaufes ...



... und schauen von "Seiten der Germanen" auf diesen drauf.




Neben dem rechts erkennbaren Pavillon "Hören" stoßen wir später auf den Pavillon "Sehen".

Anschließend verlassen wir das Museum wieder.






Fazit:

Vielleicht bin ich verwöhnt durch die Museen und Anlagen römischer Kultur im hiesigen Bereich Rhein / Ahr / Eifel. Bei diesen habe ich zumeist das Gefühl, in der Zeit zurück zu reisen.
Dieser Park war mir zu "künstlerisch" angelegt.
Wie ich schon schrieb: vielleicht habe ich das Konzept auch nicht verstanden (insbesondere die Pavillons, auch wenn mir deren Hintergrund geläufig ist).
Gerade im Bereich des möglichen Weges der Römer hätte ich mir mehr Installationen gewünscht.
Hier hätte man der "Linie" treu bleiben können und ggf. stilisierte Stahlplatten mit römischen Legionären oder Germanen installieren können.
So war es zwar ein interessanter Besuch, für mich jedoch leider nicht nachhaltig.
Schade.
Wer jedoch in der Nähe ist, sollte sich selbst ein Bild machen und die Ausstellung bzw. den Park besuchen.


Weitere interessante Links:

> Varusforschung
> Hermannsschlacht

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