Traumschleife Hasenkammer (Boppard)

[0047-14-11.8-541.6-1457.7]


Der Adel - so sagen die Adeligen - ist ein Vermittler zwischen dem König und dem Volk.
Ja. Wie der Jagdhund ein Vermittler zwischen dem Jäger und dem Hasen ist.

[Zitat: Nicolas Chamfort]


Der heutige Tag sollte nicht ungenutzt bleiben.
So schnappte ich mir heute die Hündin zur Wanderung und fuhr in den Boppard nach Herschwiesen.
Dort befindet sich die mit 75 Erlebnispunkten versehene Traumschleife Hasenkammer.
Ich hatte sie immer ein wenig vor mir hergeschoben, da ich nicht dachte, dass sich die Anfahrt hierfür lohnen könnte.
Weit gefehlt. Es war eine kurzweilige und interessante Rundwanderung, die ich empfehlen kann.




Wie immer befindet sich am Startpunkt der Rundwanderung die Informationstafel zu selbiger.

Zu finden ist der Startpunkt in Herschwiesen an der Ecke In der Hohl / K119 - in relativer Nähe sogar zur BAB 61.


Ich suche die Informationstafel und bin etwas verwirrt, weil ich sie nicht sehe.
Ich stehe am Kirmesplatz und finde nur das Wegekennzeichen und der Hinweis mit Pfeil zum Start.


Wie immer vorbildliche Kennzeichnung des Rundweges.

Verlaufen ist ausgeschlossen.


Wir kommen an den Streuobstwiesen vorbei.
Das Heu ist gemäht und es riecht einfach nur gut.

Links sehen wir dann auch etwas entfernt an einer Sitzbank das Informationsschild zur Traumschleife.



Wie ich einer Hinweistafel entnehmen kann, ist das Streuobstareal um Herschwiesen um die 55 Hektar groß und beinhaltet heimische Obstsorten und Bäume verschiedener Altersstufen.



Wir werden mit Blick auf die barocke Pfarrkirche St. Pankratius im Uhrzeigersinn des Weges geführt und haben immer wieder einmal einen Blick auf vorgenannte.


Nachdem die Straße Im Schießgraben in Höhe des Friedhofes überquert wird, findet sich eine erste Aussicht mit einer kleinen Blumenwiese und Sitzgelegenheit.



Kurz hernach wurde diese Wurzel am Wegesrand "installiert".
Laut Hinweistafel (aufklappen) handelte es sich einst um einen etwa zehn Meter hohen Kirchbaum, der in den 1950er Jahren gepflanzt wurde.


Wir sind um 08:00 Uhr gestartet. Es ist noch etwas kühl.

Es geht nun in Richtung Auf dem Eichels weiter.

Wir genießen die Stille.




Es geht nach links über dieses frisch gemähte Wegstück ...




... wo wir alsbald auf einen alten Steinbruch treffen.
Irgendwie meint man ein Gesicht zu erkennen.
Augen, Nase, nach unten gezogener Mund und gründe Haare.


Schnell wird der Weg schmaler und es geht über einen schmalen Pfad weiter.

Der Weg begeistert mich.

An dieser Stelle erfahren wir, dass 1945 heftige Kämpfe bei Pfaffenheck stattfanden.

Die amerikanischen Streitkräfte überquerten die Mosel, wobei es hierfür zu einem starken Artilleriefeuer kam, welches vieles zerstörte.

Heute noch zeugen die vielen Krater von dieser Zeit.



An einer Schutzhütte mit Sitzbank genießen wir die schöne Weitsicht.



Auf dem Weg hinab zum Brodenbach werden wir künstlerisch überrascht.
Diverse Filzinstallationen - wie dieser Drache - säumen den Weg um uns herum.



Dieses Filz-Kunstwerk nennt sich "Elfenträume".
Ein Hinweisschild erläutert: "Die Elfe der Lüfte hat sich in ihrem Traumfänger Träume gefangen (...)."


Wir steigen weiter hinab in Brodenbachtal und Draga muss erneut posieren.

Und nein. Die Maus ist nicht dick.
Irgendwie habe ich einen unvorteilhaften Winkel gewählt.



Die erste Trinkpause aus dem insgesamt etwas mehr als acht Kilometer langen Brodenbach selbst wird genutzt.

Wir verlassen den Brodenbach und halten uns rechts am Mühlhöllenbach entlang. 



Es geht nun stetig aufwärts.
An einer Stelle geht es fast alpin zu.
Einfach wunderbar.

So genießen wir die Aussicht von dieser exponierten Stelle.



Es geht wieder abwärts.

Langsam wird es warm.



Wir verlassen den Wald und laufen nunmehr auf offener Fläche in grobe Richtung Udenhausen.




Auch an solchen Stellen finden sich interessante Fotoobjekte.




Ein Blick nach rechts hinten zeigt uns wieder die Pfarrkirche in Herschwiesen.



An einer Wegkreuzung treffen wir auf das restaurierte Heiligenhäuschen, welches im Ursprung über 200 Jahre alt sein dürfte.


Es dauert nicht lange und wir sind im nun schon kühlenden Wald angelangt, wo wir wieder auf den Brodenbach stoßen.

Herrliche Pfade machen diese Wanderung immer wieder zum Erlebnis.


Wir stoßen auf das "Dreiländereck".
Hier stoßen die Gemarkungen Herschwiesen, Udenhausen und Buchholz zusammen.

Die Rundbohlen der Brücke haben Abstände zueinander, in denen kleinere Hundepfoten durchrutschen könnten.
Bitte aufpassen!!!


Nun führt uns der Weg wieder stetig nach oben.

Endlich fliegt der Ball für die blaue Maus und sie ist schon ein wenig im Fußballfieber.




Draga würde einen guten Torhüter geben.



Uns trennen nur noch wenige hundert Meter - um genau zu sein 800 - vom Start- / Endpunkt.




Noch ein letztes Bild einer Kornblume im Getreidefeld und wir sind wieder am Startpunkt ausgekommen.






Fazit:
Wirklich schöne ruhige und entspannende Wanderung, der ich dieses Potential gar nicht zugetraut hätte.
Für Hunde sind die Bachpassagen natürlich genial, allerdings sollte - wie eigentlich immer - genügend Flüssigkeit für sie mitgeführt werden.



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Kommentare

Elke Bitzer hat gesagt…
Also ein wenig rundlich ist sie ja schon, die kleine Maus :-), zumindest im VErgleich zu deinem Rüden....finde ich :O

Schön über die Hasenkammer zu lesen, die möchte ich auch noch wandern, ist nur so kurz für die lange Anfahrt. Aber den Fotos nach zu urteilen absolut lohnend.

LG Elke
Mungo Mungenast hat gesagt…
Nicht wirklich weit entfernt sind ja noch die beiden Traumschleifen Fünfseenblick und Rheingold.
Das ließe sich beides an einem Tag bewältigen.