Ausflug Römerbergwerk Meurin


Du aber - Römer - gedenke die Völker der Welt zu beherrschen - denn darin liegt Deine Kunst - und schaffe Gesittung und Frieden.

[Vergil (70 v. Chr. - 19 n. Chr.)]


Auf dem Rückweg nach dem Ausflug zur Burg Thurant an der Mosel kamen wir noch am Römerbergwerk Meurin vorbei.
Da ich schön öfter daran vorbei gefahren bin, haben wir heute tatsächlich endlich mal einen Abstecher dorthin gemacht.




Das Römerbergwerk Meurin bei Kretz im Landkreis Mayen-Koblenz ist das größte römische Untertage-Abbaugebiet für Tuffstein nördlich der Alpen. Die schon vor 2000 Jahren abgebaute, mehrere Meter mächtige Tuffschicht entstammt der gewaltigen Explosion des Laacher-See-Vulkans (Quelle).



Vom etwas abseits von der Hauptstraße gelegenen Parkplatz geht es auf einem Fußweg zum etwa 150 Meter entfernten Eingang zum Römerbergwerk selbst.

Den Besuchern wird hier der mühevollen Steinabbau zu römischer Zeit nähergebracht und einen Einblick in die dunklen engen Gänge der Untertagearbeiter gegeben. Im Außenbereich befindet sich eine Steinmetzhütte und eine rekonstruierte römische Krananlage.
Das Römerbergwerk gehört heute zum Vulkanpark und ist auch Teil des nationalen Geoparks Vulkanland Eifel (Quelle).


Nach dem Passieren des Einganges und dem wirklich freundlichen Empfang an der Kasse sind wir knapp 10,- € ärmer.
Der Preis ist aber berechtigt. Ausgerüstet mit einem Audiogerät als Führer begeben wir uns also auf die Besichtigung der Anlage und besuchen zunächst den Aussenbereich.




Hier stehen wir an der "Pompeijanischen Mühle", einem funktionsfähigen Nachbau.




Noch einen Blick auf die Schmiede ...




... und wir begeben uns in den Innenbereich hinein, der mit diversen Hinweistafeln und Stationen versehen ist.




Der Großteil des Weges geht über Holzbohlen durch die Tuffsteinlagen.



An recht vielen Stellen sind Schilder mit dreistelligen Nummern zu erkennen.
Wir geben diese Ziffern in unser Audiogerät ein, halten es an unser Ohr und lauschen der Stimme, die uns genau hierzu Informationen liefert.



Auch hier sind gegen etwa 11:30 Uhr noch nicht viele Besucher.
Es füllt sich aber langsam.




Man merkt, dass sich sehr viel Mühe bei der Verwirklichung und Umsetzung dieses "Projektes" gegeben wurde.




Informiert wenden wir uns wieder dem Ausgang zu und verlassen das Bergwerk.




Fahnenreihe vor der Zufahrt zum Parkplatz.




Auf dem Parkplatz warten noch drei ausrangierte Abraumbagger  auf uns.




Hinweistafeln erklären uns auch hier Näheres zu den Fahrzeugen.





Diese Maschine stammt aus dem Jahr 1942.




Noch schnell ein Motiv abgelichtet und wir treten die Heimreise an.









Fazit:

Das war eine gute Idee gewesen, diesem Bergwerk einen Besuch abzustatten.
Wie oft bin ich schon an dem Abzweig vorbei gefahren und habe überlegt, ob ich noch einmal drehen sollte.
Man erwartet an dieser Zufahrt nicht, was einen letztlich erwartet.
Wirklich zu empfehlen.

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