Geo-Route L (Laacher See)

[0037-14-15.3-433.4-1349.5]



Wenn Du nach der Macht strebst - nur um Sicherheit und Frieden zu haben - ist es so, als ob Du einen Vulkan erkletterst, um Dich vor dem Sturme zu schützen.

[Zitat: Francesco Petrarca (1304 - 1374)]


Es nieselte / regnete leicht heute morgen bei mir zu Hause.
Also musste eine Wanderung her, die zum großen Teil durch Wald führen sollte.
Aus diesem Grund ging es heute an den Laacher See, um die Vulkanpark Georoute L zu erwandern.

Und mit etwas Glück: je näher wir kamen, um so weniger regnete es und wir konnten die Wanderung im Trockenen erlaufen.



Der offizielle Startpunkt befindet sich auf dem kostenfreien Wanderparkplatz gegenüber dem Restaurant Waldfrieden (Ecke L116 / L113).

Hier finden wir auch eine Übersicht über die Wanderung und die Besonderheiten.




Wir - also Balou, Draga und ich - gehen den Weg in der vorgeschlagenen Richtung im Uhrzeigersinn und gelangen so direkt in den Wald hinein.


Das Wegekennzeichen, dem wir folgen, sieht aus wie auf dem Bild links.

Der Weg ist recht gut ausgeschildert, allerdings fehlen auch an ein paar Stellen die Hinweise.

So bietet es sich an, die Route vorher auf einer Karte anzuschauen.



Ein erster Abstecher - wir müssen jeweils den selben Weg zurück - führt uns direkt zur Hinweistafel 1: "Zur Bleichen Erde", in der unterdevonische Gesteine zu Tage treten.

Auf dem Weg dorthin würden wir eine wunderbare Aussicht auf den See genießen können.
Leider ist es sehr diesig gewesen.





Wir gehen den Weg zurück und lassen uns durch die Wegekennzeichen direkt hinab zum Laacher See führen - dem größten See in Rheinland-Pfalz.

Der letzte Ausbruch des ehemaligen „Laacher Vulkans“ erfolgte etwa 10.930 v. Chr (Quelle wie vor).




Wir folgen direkt dem Uferpfad und treffen so auf einen größeren Teil der Hinweistafeln, wie z. B. hier die Tafel 2: "Unterdevonfelsen".


Tafel 3: "Mofetten" befindet sich direkt am Seeufer.

Eine Mofette ist der Austrittspunkt von Kohlenstoffdioxid (CO2) mit Temperaturen unter 100 °C (Quelle wie vor).




Während der Rüde das Wasser verpönt, lässt es sich die Hündin schmecken.




Wir stehen hier am "Lavastrom vom Lorenzfelsen",  einem vermutlich vorherigen Vulkan.

Auf einem kurzen steilen Wegstück geht es links hinauf in den Hang und dann zum "Alten Steinbruch".

Es handelt sich um einen Abzweig, der ebenfalls wieder komplett zurückgegangen werden muss.
Der Weg den Hang hinauf ist nur noch zu erahnen, was darauf hindeuten könnte, dass diese Besonderheit über diesen Weg nicht angenommen wird.




Es handelt sich um einen Steinbruch, der vermutlich schon im 11. Jahrhundert bearbeitet wurde und mit Unterbrechungen bis 1920 genutzt wurde.








Wir befinden uns an der als Jägerspitze bezeichnete kleine Halbinsel am See.
Es wird vermutet, dass sich hier auch ehemals eine Burg des Pfalzgrafen Heinrich II. befunden haben könnte.



Wir haben den Wald jetzt zunächst verlassen und befinden uns jetzt an einer kleineren Bimsabbaugrube.



Weiter geht es zum so genannten "Mundloch des DELIUS-Tunnels", einem 880 Meter langen Abzugsstollen, der zwischen 1152 und 1170 erbaut wurde. Der damals bis an das Kloster reichende See konnte so bei Hochwasser um ganze 5 Meter abgesenkt werden. Alle Achtung!



Wir folgen der Beschilderung und gehen somit an der Klostermauer entlang, so dass wir auf den Steinlehrpfad an der Klostermauer stoßen.



So gelangen wir vom hinteren Bereich auf das Klostergelände.

Natürlich müssen die "Wilden" dann auch "posen" ;-)



Es geht nach diesem Schlenker wieder zum See und auf einem schmaleren Weg weiter, der uns über zwei Holzbrücken führt.









Ich habe - aufgrund des Wetters - nur eine Bridgekamera mit - die mir allerdings eine 36fache Vergrößerung bietet.

So kann ich diesen Vogel nahe genug heranzoomen.



Nach einigen Wegschlenkern kommen wir am Lydiaturm an, einem 23 Meter hohen Aussichtsturm auf dem Veitskopf nahe Wassenach.

Da ich bereits bei einer früheren Wanderung oben war, habe ich mir dies heute gespart.




Ein weiterer Schlenker führt uns über eine aussichtsreiche Stelle zur letzten Hinweistafel der Rundwanderung.


Leider ist hier schon fast alles wieder zugewachsen und der Weg nur noch zu erahnen.

Der Rüde - u. a. auch in der Fährtensuche trainiert - zieht unmissverständich seine Bahn auf dem Pfad.

Wie immer bin ich mächtig stolz ;-)




Und so stehen wir vor der letzten Hinweistafel "Grube Marhöfer".



Ein herangezoomtes Bild.

Wie wir später sehen, gibt es hier auch einen weiteren Zuweg von der anderen Seite, der allerdings ebenfalls zugewachsen ist.

Schade.



Letztlich legen wir die letzten Meter zum Parkplatz zurück und treffen an der Wegkreuzung L113 / L116 auf diese Stele.

Ein kürzerer Weg würde rechts zum Turm führen.






Fazit:

Kurzweilige Rundwanderung mit den Besonderheiten der Vulkangeschichte etc. am Laacher See.
Die Wegekennzeichnung dürfte einen Ticken besser sein, da sie in einigen wenigen Bereichen etwas verwirrt.
Zwei kürzere Strecken sind fast zugewachsen und nur noch zu erahnen. Das ist schade.

Nachtrag vom 10.04.2014:

Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass die Streckenführung derzeit überarbeitet wird und die neue Streckenführung bald komplett ausgeschildert sein wird.
Die zugewachsenenen Stellen wurden zuvor schon durch den Wegepaten an die zuständigen Stellen weitergemeldet.

Weiter Wanderungen, die ich mit den Hunden in diesem Bereich durchgeführt habe:

> Traumpfad Pellenzer Seepfad
> Naturfreundweg um Maria Laach



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