Rittersturz und Stolzenfels

[0033-14-19.5-388.7-1304.8]

Oder: Wo kein Harnisch ist, da ist auch kein Ritter.

(Deutsches Sprichwort) 


Der Urlaub neigt sich langsam dem Ende. So habe ich mir - beim schönsten Sonnenschein - die Rundroute zwischen dem Rittersturz und Burg Stolzenfest sowie dem Merkurtempel im Koblenzer Umland vorgenommenen. Es sind so fast 20 km Wanderung zusammengekommen.



Der untere Parkplatz war komplett befüllt. So sind wir der Zufahrt zum Rittersturz weiter gefolgt und haben einen weiteren Wanderparkplatz mittig zum Rittersturz gefunden.


Nach wenigen hundert Metern treffen wir nunmehr auf den so genannten "Rittersturz" - ein Aussichtspunkt bei Koblenz. In der Vergangenheit war er Gerichtsstätte, Touristenattraktion und Schauplatz der Rittersturz-Konferenz von 1948 (Quelle).

Die Rittersturz-Konferenz war eine Konferenz der Regierungschefs der Länder in den Westzonen (ohne das Saarprotektorat), die vom 8. bis 10. Juli 1948 auf dem Aussichtspunkt Rittersturz in Koblenz stattfand. Thema der Konferenz waren die Frankfurter Dokumente, die am 1. Juli 1948 von den westlichen Siegermächten an die Westdeutschen überreicht worden waren und Bedingungen für eine westdeutsche Staatsgründung stellten (Quelle).




Wir schauen in die Ferne über Koblenz und können sogar die Festung Ehrenbreitstein in der Ferne erkennen. Auch hier waren wir vor wenigen Tagen erst.


Vorgeplant hatte ich, einen Teil des Rheinburgenweges für die Wanderung vom Rittersturz zum Schloss Stolzenfels zu nutzen.

Er ist vorbildlich ausgeschildert.

So haben wir zunächst etwa 6,4 km bis zum Schloß vor uns.



Den Großteil dieser Strecke geht es durch den Wald. Nur ab und an erhaschen wir einen Blick durch die Baumreihen auf den Rhein links von uns.



Es beginnt warm zu werden und ich bin für die leichte Kühle im Wald froh.


Der RBW führt uns nunmehr zu einer weiteren Aussichtsplattform beim Dommelsberg.

Wieder ein Blick zurück über Koblenz ...



... und auch in die Richtung Boppard.
Leider noch sehr diesig.



So führt uns unser Weg abgesetzt am Sendeturm am Kühkopf vorbei.
Auf dem Rückweg kommen wir erreichbar an ihn dran.



Der Rheinburgenweg führt theoretisch oberhalb des Schloss Stolzenfels vorbei.
Ein Besuch des Schlosses wäre also ein Abstecher von jenem Weg.


Der Zugang zum Innenhof des Schlosses mit Hunden wird uns verwehrt.
Ich sag da mal nichts zu. Hoffe aber, dass niemand jemals auf die Hilfe eines Hundes angewiesen ist.


So geht es nun erst einmal um das Schloss herum und wir treffen auf diese kleine Burganlage unterhalb.



Zur Zeit werden Baumaßnahmen durchgeführt.
Ein Hinweisschild führt uns zur Aussichtsplattform ausserhalb des Schlosses.


Gegenüber auf der anderen Rheinseite sehen wir die Burg Lahneck liegen (stark herangezoomt).

Sie wird das Ziel einer der nächsten Wanderungen sein.


Wir gehen jedoch den kleinen Weg zur Plattform weiter und werfen noch einmal einen Blick auf den Rhein.
Mit etwas mehr "Nachdenken" hätte man auch einen Rundweg um das Schloss verwirklichen können und einen Aufgang mittels Holzstufen schaffen können.
So müssen wir wieder komplett um das Schloss herum gehen.



So gehen wir an dem Schloss wieder vorbei und widmen uns dem weiteren Weg, der uns zunächst auf schmalem Pfad in Serpentinen in die Höhe bringt.



Erstaunlich, welche Höhe wir schon nach kurzer Zeit erreicht haben.

Nach einem Schlenker treffen wir auf den Merkurtempel bei Waldesch.

Eine gallorömische Tempelanlage (ausgegraben um 1920) war Bodenfunden zufolge Mercurius und seiner gallischen Gefährtin Rosmerta geweiht.
Heute stehen nur noch Grundmauern (1986/87 stark restauriert).



Nachdem wir die Bundesstraße zwei Mal ohne Blessuren überquert haben, geht es nun wieder aufwärts über den Loßberg zum Kühkopf.



So kommen wir erneut am Sendemast am Kühkopf vorbei und könnten ihn auch aus der Nähe betrachten.



Wir wandern jedoch weiter und kommen an eine wunderbare Aussicht direkt am Kühkopf selber.

Grandios.



Es geht nunmehr nur noch abwärts, vorbei an der Gaststätte Kühkopf, bis wir wieder auf unser Fahrzeug treffen.






Fazit:

Einfach klasse Wanderung mit schönen Besonderheiten und vor allem Aussichten.
Lediglich der verwehrte Besuch des Innenhofes minderte das Vergnügen etwas.
Es gibt auch eine kürzere Verbindung zum Merkustempel, wir wollten aber heute "Strecke" machen.

Und die hatte es teilweise auch in sich. Lange steilere Aufstiege müssen bewältigt werden.
Aber wenn man nicht so "rast" wie wir, dürfte es auch besser zu schaffen sein ...  ;-)


 

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Kommentare

Elke Bitzer hat gesagt…
Die Tour merke ich mir, scheint ja ein richtiger Knaller zu sein :-)

LG Elke
Mungo Mungenast hat gesagt…
Es passte irgendwie alles. Wetter, Kondition etc.
Schau aber ggf. nach einer kürzeren Verbindung zwischen dem Wanderweg und dem Merkurtempel, dann lässt sich auch die Schleife mit der zweimaligen Überquerung der Bundesstraße sparen.