Erpeler Ley

[0032-14-15.2-369.2-1285.3]


Oder: Wer recht in Freuden wandern will, der geh' der Sonn' entgegen.

[Emanuel Geibel (1815 - 1884)]

Am heutigen Tag war eine Wanderung offen, die ich schon länger im Auge hatte.
Die Sonne schien und so wechselte ich mit dem Rüden und einer Fähre über den Rhein und startete unsere Wanderung in Unkel am Rhein.


Ich parke mittig in Unkel und gehe die ersten Schritte durch den Ort, bis wir auf die Rheinpromenade treffen.

Gegenüber erkennen wir das Schloss Marienfels, welches von 2004 bis 2012 übrigens dem Entertainer Thomas Gottschalk gehörte und nunmehr im Besitz von Frank Asbeck ist.


Der Grundstein wurde am 14.05.1859 gelegt.

Schloss Marienfels steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz und ist mit Ausstattung, Nebengebäuden und Park als Denkmalzone ausgewiesen.



Nicht weit entfernt erkenne ich bereits die Konturen der Apollinariskirche in Remagen.


Erst vor wenigen Tagen habe ich an dieser Örtlichkeit die Wanderung der Apollinarisschleife begonnen.
Es handelt sich hierbei um einen offiziellen Rundweg des Rheinburgenweges.



Wir verlassen den Rhein wieder und halten uns auf die im Privatbesitz stehende Burg Vilzelt zu.

Es handelt sich um eine ehemalige Wasserburg.



Eine erste urkundliche Erwähnung der Anlage datiert aus dem Jahr 1290, als Vilzelt von einem Arnold zu Unkel an den Deutschen Orden übertragen wurde.



Jetzt kommt das anstrengendste Stück der Wanderung.
Es geht lange und steil nach oben.



Wir laufen auf den Ort Orsbeck zu.
Rechts von uns liegt Unkel im Tal.
In der Ferne kann man schemenhaft die Apollinariskirche erkennen.



Wir könnten jetzt einfach auf ebener Erde zur Erpeler Ley gehen. Das wäre aber sehr langweilig.

So geht es zunächst auf einem Hohlweg abwärts ...




... und zur Strafe dann auch wieder aufwärts.



Aber jetzt haben wir sie erreicht:

die Erpeler Ley - einem Basaltfelsen.



Wir schauen auf den Rhein in Richtung Bonn.

Wer möchte, könnte auch die Gastronomie der Gaststätte Bergesruh hier oben in Anspruch nehmen.


Auf der anderen Rheinseite erkennen wir die ehemaligen Brückenpfeiler der Brücke von Remagen, bzw. Ludendorff-Brücke, wie sie offiziell genannt wird (hier stark herangezoomt).

Auf dem Plateau befinden sich diverse Denkmäler. So u. a. auch dieser "Zeppelin" - Gedenkstein.

Er erinnert an die Überführungsfahrt des Luftschiffes Z II (LZ 5) von der Frankfurter ILA zum Luftschiffhafen Köln, als ein Unwetter am 2. August 1909 den Grafen Zeppelin zwang, über der Erpeler Ley umzukehren (Quelle).



Wer früh unterwegs ist, muss bei den Fotos leider mit diesigem Wetter rechnen.



Balou posiert vor dem Gedenkstein der Burschenschaft Rheno-Germania zu Bonn.






Wir eisen uns jetzt los und folgen dem hier verlaufenden Rheinsteig.



So geht es nun auf offenem Feld und asphaltiertem Gehweg nach Bruchhausen.

Aufgrund von Funden (spitznackiges Steinbeil, Faustkeil, Lanzenspitze) in der Nähe des Ortes ist davon auszugehen, dass eine Besiedlung bis in die Jungsteinzeit zurückgeht.
Fundstücke aus dem 7. Jahrhundert lassen annehmen, dass im Ortsbereich schon in der Merowingerzeit dauerhafte Ansiedlungen bestanden (Quelle).


Wir haben einen Wendepunkt der Rundwanderung erreicht und gehen wieder in grobe Richtung Unkel.
So kommen wir an dem Ehrenfriedhof vorbei.

Wir gehen nicht hinein, können aber Geburts- und Sterbedaten der Soldaten auf einigen Gedenksteinen erkennen. Die jüngsten waren gerade 20 Jahre alt ...



Etwas später geht es nach Scheuren über einen Hohlweg.



Der Hohlweg ist auch gleichzeitig der Unkeler und Rotbäckchen-Rundwanderweg.



Wir laufen jetzt erneut auf Unkel zu und gehen durch die historische Altstadt.



Der Weg führt uns zu Rhein ...



... und dann am alten Turm vorbei, bis wir wieder den Parkplatz erreichen.








Fazit:

Nette Rundwanderung mit ein paar Besonderheiten.
Nichts besonderes, aber auch nichts Alltägliches.



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