Ausflug zur Burg Eltz

[0035-14-2.3-405.2-1321.3]

Der wird als Bürger sich bewähren, der seine Burg zu schirmen weiß.

[Ludwig Uhland (1787 - 1862)]


Der heutige Tag versprach noch einmal Sonnenschein, der letzte Urlaubstag ist angebrochen und der Sinn stand heute nach einer Burgbesichtigung.
In den meisten Fällen bedeutet dies allerdings auch, dass Hunde nicht willkommen sind, obwohl sie in diesem Fall - bis auf die Führung - mitgebracht werden dürften.

Auf der Suche nach dem geeigneten "Objekt" der Besichtigung schwirrte mir die bereits bei der Wanderung des Traumpfades Eltzer Burgpanorama "gestreifte" Burg Eltz im Kopf herum.

Nachdem ich gelesen habe, dass am heutigen Tag sogar die Saisoneröffnung 2014 ist, war der Entschluss sehr schnell gefasst.

So starten wir an dem offiziellen Parkplatz oberhalb der Burg - nach Entrichtung von 2,- € Gebühr - und gehen den Weg rechts hinab, welcher minimal länger dauert aber dafür nicht so steil ist.
So trifft letztlich auch - vor der letzten Kehre zur Burg - der Traumpfad auf unseren breiten Weg.

Da es sich ja eher nicht um eine Wanderung im bisherigen Sinne handelt, finden sich hier eher verschiedene Bilder und Blickwinkel auf die Burg selbst.




Das dürfte einer der bekannteren Fotostandpunkte zu sein.
Man kommt um einen Basaltfelsen herum und "urplötzlich" sieht man sie: die Burg Eltz.
Da wir eine der ersten Besucher an diesem frühen Morgen waren, war es um diese Uhrzeit noch diesig.

Bei dieser Burg handelt es sich um eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert, die nie verwüstet oder erobert wurde.

Die Burg wird auf drei Seiten von der Elz umflossen und ragt auf einem bis zu 70 Meter hohen, elliptischen Felskopf empor. Die Erbauer orientierten sich bei der Anlage an der Form der Felsformation. Dadurch entstanden die teilweise ungewöhnlichen Grundrisse der einzelnen Räume (Quelle).

Zu einer ersten Stammesteilung der Herren von Eltz kam es noch vor 1268 unter den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich, wobei die Burg und die dazugehörigen Güter unter den drei Brüdern aufgeteilt wurden:

Eltz-Kempenich genannt Eltz vom goldenen Löwen
Eltz-Rübenach genannt Eltz vom silbernen Löwen
Eltz-Rodendorf genannt Eltz von den Büffelhörnern (Quelle).




Einige Teile der Burg sind kostenfrei zu besichtigen, lediglich die Burgführung und der Besuch der Schatzkammer sind kostenpflichtig.

Wir schauen uns - während wir auf den Beginn der in kurzen Abständen stattfindenden Burgführungen warten - im Innenhof um und sind begeistert.

Bei den kühlen Temperaturen am morgen und im Schatten können wir uns gut vorstellen, dass viel Brennholz benötigt wurde.




Ein anderer Blickwinkel.


Während der Burgführung ist das Fotografieren untersagt und wir halten uns natürlich dran.

Bei der Schatzkammer selbst gab es keinen solchen Hinweis.





Ich vermute allerdings bei den höherwertigen antiken Gegenständen Falsifikate - vorsorglich - für die Ausstellung selbst.

Nach der etwa 30 bis 45 Minuten dauernden und wirklich sehr interessanten Burgführung und dem anschließenden Besuch der Schatzkammer auf drei Etagen geht es wieder hinaus.

Kleinere Selbstbedienungsgaststätten runden das Erlebnis ab - wenn man möchte und bereit ist, auch etwas mehr auszugeben.




Ein Blick von Burggelände seitlich.




Der berühmte Drache darf auch nicht fehlen ;-)




So gehen wir wieder in Richtung des Ausganges.


In den Jahren 1331–1336 kam es zu den einzigen schweren kriegerischen Auseinandersetzungen, die die Burg erlebte. Während der „Eltzer Fehde“ widersetzten sich die Eltzer Herren zusammen mit anderen freien Reichsrittern der Territorialpolitik des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Trier (Quelle).



Zur Belagerung und einer möglichen Einnahme der Burg Eltz durch den Beschuss mit Katapulten ließ der Erzbischof des Bistums Trier auf einem Felsenvorsprung am Hang über der Burg die heute nur noch mit wenigen Ruinenmauern erhaltene Belagerungsburg Trutzeltz errichten (Quelle).


Jeglicher Burgzugang wurde vereitelt, so dass die Burg von allem Nachschub abgeschnitten war. Zwei Jahre konnten die Belagerten durchhalten, mussten dann aber aufgeben, als die Burgbesatzung von Hunger geschwächt war. Die freien Reichsritter mussten auf ihre Reichsfreiheit verzichten. Balduin ernannte Johann wieder zum Burggrafen, allerdings als sein Untertan und nicht mehr als freier Ritter (Quelle).



Es geht jetzt den steileren asphaltierten Weg hinauf, da wir in Höhe der Trutzburg noch eine weitere Aussichtsplattform erkennen können.
Letztlich sind wir nach diesem kleinen Rundweg wieder am Fahrzeug angelangt.

Tipp:

Im Anschluss in Richtung Moselkern fahren, um anschließend an der Mosel nach Koblenz zu gelangen.

Links:

Webseite der Burg Eltz

Traumpfadwanderung Eltzer Burgpanorama durch meine Hunde und mich

Fazit:

Beeindruckende Burg, interessante Burgführung.
Alles in allem haben wir mit der kurzen Rundwanderung etwa 2 Stunden verbracht.



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