Vier-Dörfer-Weg Grafschaft

[0029-14-12.6-335.3-1251.4]

Oder: Der Unterschied zwischen Landschaft und Landschaft ist klein - doch groß ist der Unterschied zwischen den Betrachtern.

Zitat: R. W. Emerson (1803 - 1882)

Eigentlich hatte ich überlegt, nach der dort anstrengenden Tour von gestern eine Pause einzulegen.
Irgendwie hat es nicht funktioniert.
Weit wollte ich nicht fahren, so habe ich eine Wanderung in der Nähe eingeleitet.



Ich starte mit der Hündin in dem Ort Grafschaft-Birresdorf auf dem kleinen Parkplatz auf der Berkumer Straße.

Hier habe ich bereits zwei Touren unternommen.


Birresdorf hatte etwa 940 Einwohner und wurde erstmal 1110 urkundlich erwähnt und hieß ganz früher einmal Biringistorp.

Hier laufen wir an der Hubertuskapelle vorbei, dem Wahrzeichen von Birresdorf.


Nach kurzer Zeit bereits geht es in die Felder hinein.
Der bislang asphaltierte Weg wandelt sich in einen Feldweg und wird später zu breiten Wiesenwegen.

Etwa in der Mitte kann man in der Ferne die Landskrone erkennen, auf der sich noch Reste einer Burg befinden.



Draga, die blaue Dobermannhündin, in ihrem eigenen "Tarnmodus" ;-).



Wir sind gleichzeitig auf einem Teilstück des Jakobsweges unterwegs.
Wir sind auf vielen Wanderungen auf diesen gestoßen.



Herrliche Stille.
Niemand zu sehen.
Weite Aussichten - leider schlechtes Wetter.
Wenigstens trocken.




Einsam fährt ein Landwirt über sein Feld ...




Auf dem Weg in der Ferne im Hintergrund werden wir auf dem Rückweg wandern.



Doch zunächst geht es auf herrlichem Wiesenweg zum Americh bei Nierendorf - einer markanten Höhe, auf dem Basaltsteine abgebaut wurden.




Wir stehen auf dem Americh - der sich eher unspektakulär erweist -  und schauen in Richtung Bad Neuenahr und über den Ortsrand von Nierendorf.

Ein Blick in die andere Richtung auf Nierendorf.

Nierendorf ist bereits zur Römerzeit besiedelt gewesen. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 1117, als die Bürger von Remagen der neu gegründeten Propstei auf dem Berg bei Remagen u. a. Geld und einen Weinberg schenkten. Damals hieß der Ort Nithirindorp (Quelle).



Und noch schnell ein Bild mit Draga.



Es geht weiter in Richtung "Deutsches Eck" bei Kirchdaun.



So treffen wir auf eine Informationstafel zur Krönungsstraße - die von Frankfurt am Main nach Aachen und wurde zur karolingischen Zeit angelegt.

Die Bedeutung dieser Straße aus dem 9. Jahrhundert lag zunächst auf politischem Gebiet.



Und dies ist das Wegekennzeichen der Könungsstraße, bzw. Aachen-Frankfurter-Heerstraße.

Um nicht auf der Kreis- bzw. Landstraße folgen zu müssen, machen wir einen kleineren Schlenker, der es allerdings in sich hat.
Es geht steiler nach oben.
Eigentlich nichts besonderes, aber irgendwie habe ich die Wanderung vom Tag zuvor noch in den Knochen stecken.


So laufen wir auf die Talbrücke der BAB61 bei Bengen zu.

Und ja. Erst geht es runter, danach wieder hoch ;-).



Es geht nun höher gelegen wieder in Richtung Birresdorf - welches im Hintergrund zu erkennen ist.





Wir treffen wieder auf die Krönungsstraße.



Im Hintergrund ist schon die Kirchturmspitze von Leimersdorf zu erkennen.


Vorbei geht es am Kindergarten in Leimersdorf.

Bei diesem Motiv kann ich nicht widerstehen.

Leider habe ich nur das "schlechtere" Objektiv für die Wanderungen mit, so dass ich den Hintergrund nicht ausgeblendet bekomme.

Finde es aber dennoch schön!

;-)




Wir befinden uns wieder kurz vor Birresdorf und sehen Leimersdorf rechts neben uns liegen.



Letztlich gelangen wir wieder in den Ort hinein und schauen auf die ehemalige Schule.








Fazit:

Ganz bestimmt keine "Premiumtour".
Aber eine Runde, die man einfach auf sich wirken lassen muss.
Sehr entspannend.


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