Zwischen den Katzensteinen und Burg Satzvey

[0026-14-11.3-289.9-1206.0]

Oder: Der Nebel ist der Weichzeichner der Natur

Eine Burg musste es für die heutige Wanderung sein.
Zwei Tracks hatte ich zur Auswahl.
Zum einen die Marksburg am Rhein (nochmals Danke an Rüdiger Born für den Track) und zum anderen die Burg Satzvey.
Da der Nebel jedoch nicht weichen wollte, entschied ich mich für die kürzere Fahrstrecke in den Kreis Euskirchen.



Am liebsten starte ich mit den Hunden nicht direkt in der Stadt, sondern eher im Wald oder freiem Feld.
So können sie sich nach Ankunft direkt lösen.

So legen wir den Startpunkt am Wanderparkplatz Katzensteine an der L61 in Höhe Katzvey, einem Stadtteil von Mechernich (NRW, Kreis Euskirchen).



Es beginnt schon recht gut.
Vom Parkplatz aus geht es direkt auf schmalem Pfad in Richtung der Katzensteine.



Und da sind sie.
Zumindest ein Teil davon.

 

Die Katzensteine sind eine Felsformation im Veybach-Tal zwischen Mechernich und Satzvey, die bereits seit 1937 unter Naturschutz steht (Quelle).


Die Katzensteine sind Teil eines Buntsandsteinareals, das sich über Mechernich und Kall bis Nideggen erstreckt. Sie sind bis zu 15 Meter hoch, haben nach Süden, Osten und Westen hin steile Wände und zählen zu den Mittleren Buntsandsteinen (Quelle).



Auslaugung der Buntsandsteine und Wegspülung des ausgelaugten Materials formten die Katzensteine zu ihrem heutigen Aussehen (Quelle).


Am Sandstein kann man auch deutlich die Schichtung erkennen, die bei der Ablagerung des Sandes entstanden ist. Die rote Färbung des Sandsteins kommt davon, dass jedes Sandkorn von Roteisen umgeben ist (Quelle).




Weitere Informationen und auch ein kurzer Film zu diesem Naturdenkmal findet sich auch hier.



So haben wir das erste, recht schnell vom Startpunkt aus folgende, Highlight hinter uns gelassen und folgen dem Weg des Eifelvereines.



Dieser Weg führt uns über die L61 und auf der anderen Seite genau an diesen kleinen Bahnübergang.

An dieser hochtechnisierten Erfindung finden wir einen entscheidenden Hinweis: "Die Schranke wird auf Anruf geöffnet. Bitte Hebel drücken."

Es meldet sich tatsächlich jemand und weist darauf hin, dass gerade ein Zug aus Mechernich unterwegs ist.
Kurz nach Passieren bekommen wir das "Go" und wechseln die Seite.


Wir laufen jetzt auf die Wasserburg Satzvey zu, eine mittelalterliche Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert.

Hier finden diverse größere Veranstaltungen statt, so u. a. Ritterfestspiele.



Ein kleiner Teil der Burg lässt sich besichtigen.
Wir kommen bis an diese Kanone und respektieren die Bitte auf einer Tafel, den Rest nicht zu betreten.





Wir gehen nun Ortsrandlage Satzvey zurück und komme am Feuerwehrhaus vorbei.


Unser Weg führt uns nun in die Schavener Heide, die gleichzeitig auch als Standortübungsplatz herhalten muss.
Nur bei Übungen ist der Zutritt zu diesem nicht eingefriedeten Bereich untersagt.
Laut Recherche ist die Heide grundsätzlich an den Wochenenden betretbar.


 Ich beschließe, mich bei Ausbruch eines Krieges hier zu verstecken.
Da kann mir nichts passieren.
Denn laut Schild dürfen hier ja keine Panzer und keine Militärfahrzeuge durch ;-)



Zur Blütezeit im Herbst muss es hier wirklich herrlich sein.

Wir folgen derweil diesem schmalen Pfad.



Ein einziges Militärfahrzeug, eine Fahrschule, treffen wir auf diesen Wegen an.


Nicht, dass ich frisches Wasser mitgenommen hätte.
Neeeeiiiiin.
Matschiges schmeckt viiiiiel besser.

Sei's drum!




Urige Viecher liegen am Wegesrand ...


Ja. Ok.
Hinter Zäunen.
Wir passieren auf dem Rückweg den Hochwild-Schutzpark Rheinland bei Mechernich, bevor wir in Katzvey ankommen und die wenigen Meter zum Auto zurücklegen.
Hier sind Hunde übrigens willkommen!





Fazit:

Zwar nur 11,3 km lange Rundwanderung ohne besondere Anstrengungen, aber dafür mit schönen Highlights und auch bei Nebel zu empfehlen.


Kommentare

Wander Hund hat gesagt…
Hi Mungo,
interessante Runde mit Sehenswürdigkeiten, die ich so dort nicht vermutet hätte.
Ab auffe Liste ;-)
Lieben Gruß
Mungo Mungenast hat gesagt…
In der Nähe ist ja auch die "Bruder-Klaus-Kapelle". Ggf. ließe sich die Tour dann auch erweitern.
LG: Mungo