Saffenburger Ländchen

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Auch heute musste das Wetter unbedingt genutzt werden.
Wie in letzter Zeit öfter fahre ich dann einfach in Richtung "blauer Himmel", ohne schon wirklich zu wissen, wo ich heute wandern werde. Dabei wieder Balou und Draga.

So trieb es mich in das Ahrtal und spontan beschloss ich, eine Höhenwanderung um die Burgruine Saffenburg oberhalb von Mayschoß zu gehen.




So parke ich am Bahnhof Mayschoß auf dem Park&Ride-Platz, der sich in Sichtweite der ehemaligen Burg befindet.



Zunächst gehen wir mit einem kurzen Schlenker von der Burg weg, um uns nach Überquerung einer Brücke über die Ahrtalbahn wieder dem Aufstieg zu widmen.



Wir machen einen kurzen Abstecher zur Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg, von der leider nicht mehr wirklich etwas vorhanden ist.




Die Burg wurde 1081 erstmalig urkundlich erwähnt. Sie wurde 1704 geschleift.



Vom höchsten Punkt aus schauen wir in die Ferne und hier unter uns liegt Mayschoß.



Vermutlich dürfte die Burganlage seinerzeit wie auf dieser Rekonstruktionszeichnung ausgesehen haben.



Wir gehen das kurze Stück bis zur Weggabelung zurück und folgen ein kurzes Stück dem Ahrtalweg, bis wir in dem Weinort Rech eintreffen.



Bald wären wir - da wir aus der anderen Richtung kamen - daran vorbei gelaufen.




Überall finden wir Hinweise auf die eigentliche Nutzung des Ahrtales mit seinen Weinhängen.



Wir laufen nun auf die 45 Meter lange Steinbogenbrücke - die so genannte St. Nepomuk-Brücke - in Rech zu.
Im übrigen die einzige Brücke in Rech über die Ahr.


Der Brückenheilige St. Johannes von Nepomuk hat sie wohl stets geschützt. Dabei ist die in der Brückenmitte auf der Brüstung Heiligenstatue im Jahr 1789 selbst einmal in die Ahr gestürzt und dabei zerstört worden. An seiner Stelle wurde deshalb eine neue Statue aufgestellt (Quelle).


Am Ende der Brücke und nach Überquerung der B266 geht es nun wieder hinauf in die Weinhänge.
Wir treffen auf den Rotweinwanderweg, dem wir aber nur sehr kurz folgen.
Ein erster Blick in die Ferne auf die Burgruine (hier allerdings mit Zoom)


Wir halten uns ein kurzes Stück in Richtung der Mosesquelle, halten uns aber oberhalb vom Ortseingang Dernau nach links und schrauben uns weiter nach oben.



In der Ferne sehen wir den Turm auf dem Krausberg hervorragen.
Aber das wird eine andere Wanderung werden.



Wir laufen jetzt auf den Sunghardt zu.
Ich bin von der Landschaft und der Aussicht hier oben wirklich begeistert.
Da geht einem das Herz auf.



Es windet heute allerdings heftigst.
Ein bisschen Sorge habe ich schon wegen der heftig schwankenden Bäume.
Aber: alles wird gut ;-)


Wir treffen auf einen Waldweg, der uns nach links führt.
Kurz vor einer Kurve führt ein ausgewiesener Trampelpfad nach links.
Den hätte ich beinahe übersehen.
Man kann ihn auch eher nur erahnen.



Wir erreichen das "Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten von 1914 bis 1918", welches 1992 erneuert wurde.


Hier wird ersichtlich, warum es sich um eine Höhenwanderung handelt.

Knapp über dem Kopf des Rüden ist in der Entfernung die Saffenburg zu erkennen.


Ich beschließe, den Abstieg nach Mayschoß einzuleiten, als ich auf den Wegweiser zur "Akropolis" sehe, der uns nach oben in die Höhe lenken will.
Wenn wir schon mal unterwegs sind ...

Bei der "Akropolis" handelt es sich um eine bewirtschaftete "Berghütte".

Etwas unterhalb findet sich diese schöne Aussicht auf Mayschoss und die Saffenburg.

Leider wird es eine Gegenlichtaufnahme.


Wir gehen an der Hütte vorbei, da mir mein Outdoornavi einen Trampelpfad anzeigt, der nach unten auf einen Wanderweg führt.
Alter Schwede. Gut, dass es nicht nass war.
Den Weg muss man ausserdem erahnen können.
Auch nicht ganz ungefährlich mit Hunden, da es recht steil nach unten geht.




Wir laufen nun wieder an den Weinhängen entlang und es geht jetzt definitiv hinab nach Mayschoß.



So gehen wir in den Weinort hinein und sehen mittig bereits die zwischen 1908 und 1912 erbaute St. Nikolaus und St. Rochus-Kirche.



Wir gehen direkt an ihr vorbei hinab zur B266.




Noch eine kurze Fotorast, bevor wir uns nunmehr wieder dem Startpunkt der Route nähern.







Fazit:

Das war wieder eine Wanderung nach meinem Geschmack. Das Wetter passte, ich war nicht bis zu den Ohren mit Matsch bespritzt.
Endlich wieder Steigungen in der Wanderung, die einem auch das Gefühl geben, etwas "Sport" gemacht zu haben. Herrliche Stille und schöne Aussichten.
Ich bin rundum zufrieden.


Kommentare

Elke Bitzer hat gesagt…
Hui hui hui, eine Tour zum nachmachen :-)
Werde ich mir auf jeden Fall mal im Auge behalten :-)

Mungo Mungenast hat gesagt…
Könnte Euch gefallen, denke ich mal.