Kloster Heisterbach

Ok. Der Titel ist ein wenig irreführend.

Schließlich waren der Rüde und ich nicht nur an der Chorruine Heisterbach, sondern sind von da aus hoch zum Petersberg und weiter hoch zur Margarethenhöhe, bevor es am Ölberg wieder zurück ging.

Und ja. Es war etwas anstrengender ;-)



Wir starten unsere Tour direkt am großzügig angelegten und kostenfreien Parkplatz an der Klosterlandschaft Heisterbach.

Der Startpunkt ist auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Direkt hier hält auch die VRS Buslinie 520, die vom Bonner Hauptbahnhof etwa 40 Minuten bis hier benötigt.

Bereits auf dem Parkplatz finden wir eine Infotafel und Flyer zur Klosterlandschaft Heisterbach.

Ich bin überrascht.
Wie oft bin ich hier schon vorbeigefahren und habe "nur" die Chorruine gesehen.
 So beschließen wir, dem Kloster einen Besuch abzustatten.


Natürlich fällt uns als Erstes die Chorruine auf, die auch von der Straße aus zu sehen ist.

Richtig nennt sie sich "Chorruine der mittelalterlichen Abteikirche der Zisterzinser" und wurde 1202 errichtet.




Mittig befindet sich die Schutzmantelmadonna.




Es gibt 17 Sehenswürdigkeiten, die auch auf dem Flyer mit Bild und Text dargestellt wurden.

Hier befinden wir uns an dem Grabmal des Generalleutnants Curt von Hobe und seiner Frau.

Es ist ruhig hier.

Man fühlt sich wohl, nicht im Streß und kann diese Landschaft genießen.

In der Ferne sehen wir beriets das Mausoleum der Grafen zur Lippe.



Dieses Mausoleum entstand in Form einer neugotischen Waldkapelle im Jahre 1840.


Wir passieren die anderen Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die Friedhofskapelle, die Pforte "Der Mönch von Heisterbach", den Friedhof der Lohnpächter und den Friedhof der Cellitinnen und kommen auf dem Rückweg wieder an der Chorruine vorbei.


Nachdem wir das Kloster verlassen haben, geht es zunächst auf Teilen des Rheinsteiges am Ende des Parkplatzes weiter zum Petersberg, der hier noch knapp zwei Kilometer entfernt liegt.

Wer sich hier ein wenig auskennt weiß, dass es nur hoch gehen kann. So kommt bereits das erste Mal der Kreislauf in Schwung.

Rheinsteigtypisch geht es nicht geradeaus, sondern an dieser Kreuzstation links hinauf.


Wir erreichen nunmehr den Petersberg.


Große Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgeschichte erlangte der Berg als Sitz der Alliierten Hohen Kommission von 1949 bis 1952, die sich aus den höchsten Vertretern der westlichen Siegermächte in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zusammensetzte (Quelle wie vor).

Wie oft ich schon seinerzeit als Personenschützer oben war ? Ich kann es nicht mehr sagen.

Das für mich damals beeindruckendste Erlebnis war 1990 der Staatsbesuch Gorbatschow mit Aussenminister Schewardnadse. Auf deutscher Seite Kohl und Genscher.


Es ging mit Hubschaubern vom Petersberg zum Flughafen Köln/Bonn (militärischer Teil) und von dort aus mit den beiden Aussenministern und den Staatssekretären mit dem Flieger nach Halle und später zurück.

Schon eine Erfahrung für einen damals jungen Mann.




Es befindet sich hier oben das Steigenberger Hotel.


Ebenfalls hier oben, direkt nach der Auffahrt befindet sich eine 1980 bei Ausgrabungen entdeckte fünfschiffige mittelalterliche Kirchenanlage, die vermutlich um 1189 erbaut worden.


Nun geht es den Berg hinunter und wir treffen wieder auf den Rheinsteig.
Diesem folgen wir bis zur Straße und wechseln diese mittels einer Brücke auf die andere Seite.

Tja. Und was man hinuntergeht, muss man auch irgendwann wieder hinauf.

Und da wir ja nicht langsam gehen können, waren wir gut am "pusten".

Ja. Das ist der offizielle Weg. Nein, die Tannenäste muss man nicht weg machen.

Auf dem Weg zur Margarethenhöhe kommen wir an dem "Trachytbruch" vorbei.

Hier befinden sich nunmehr die "Grillstelle am Nasseplatz".

Und ja, bei "Stratmann wandert" war selbiger auch auf diesem Platz kurz aufhältig.



Wir haben die Margarethenhöhe erreicht und finden, dass dieses Haus ein Foto wert ist.

Nachdem wir die Straßenseite gewechselt haben und an der Vielzahl von Einkehrhäusern vorbeigekommen sind, geht es wieder zurück  und unterhalb des Ölberges entlang.

Wir beschließen kurzfristig einen Abstecher zur Rosenau zu machen und sind vom Ausblick fasziniert.


Nach diesem Abstecher gelangen wir wieder zurück auf unseren ausgesuchten Wanderweg und passieren hier das Einkehrhaus Waidmanssruh.

Es geht nun stetig bergab und wir gelangen an der Mauer der Klosterlandschaft vorbei.

Irgendwie erinnerte mich diese Lücke spontan an den Film "Strernwanderer".

Ob hier auch auf der anderen Seite das Königsreich Stormhold liegt ?


Ein paar Meter später erkennen wir, was solche "Löcher" auslöst.

Da möchte man nicht drunter stehen.

Wir nähern uns jetzt in wenigen Metern wieder dem Ausgangspunkt der Wanderung.




Fazit:

Genau richtig.
Das "In-Sich-Gehen" in der Klosterlandschaft, der Besuch des Petersberges, der Trachytbruch, der Abstecher zur Rosenau.
Trotz des hohen Waldanteiles finde ich, ich habe eine schöne Strecke zusammengebastelt. ;-)
Auch wenn sie mir heute mächtig in die Beine gegangen ist.


Kommentare

Elke hat gesagt…
puuuh, das war anstrengend :-)
Ich habe mit geschwitzt