Schiefer-Wanderweg

Durch einen Flyer "Wanderparadies Vordereifel" bin ich auf den Schiefer-Wanderweg bei Kehrig (Kreis Mayen) aufmerksam geworden.

An meinem freien Tag heute war schon morgens klar, dass es heute nicht wirklich hell werden würde.
Der Nebel lichtete sich nicht.
Aber wenigstens blieben wir von Regen verschont.

Vergeuden wollten wir den Tag nicht, so dass wir uns auf den Weg machten.


Gestartet sind wir mit der Rundwanderung in dem erstmalig 1100 erwähnten Kehrig selbst an der  Pfarrkirche "St. Kastor und St. Katharina" auf der Brunnenstraße.

Es gibt keinen ausgewiesenen Wanderparkplatz, so dass wir uns einen freien Platz in der Nähe gesucht haben.




Schon ein paar Meter weiter (wir gehen die Rundwanderung im Gegenuhrzeigersinn) treffen wir auf eine sehr kunstvoll gestaltete Stele.

Und wie man unschwer erkennen kann: irgendwie war es sehr frisch.


Dies ist das sehr originelle Wanderkennzeichen des Rundweges, welches in zwei Ausführungen vorhanden ist. Sobald es mit einem zusätzlichen Punkt versehen ist, zeigt es die etwa zwei Kilometer kürzere Strecke an.

Leider war man sehr sparsam mit dem Anbringen, so dass die Wanderung ausgedruckt bzw. als GPX-Track mitgeführt werden sollte.


Natürlich sind die Wege jetzt sehr matschig, zumal hier auch gearbeitet wird.

Der Nebel verhindert eine gute Sicht, so dass ich nicht sagen kann, ob es hier auch interessant ist.


Interessant wird es somit erst, als wir den Wald erreichen und dort eintauchen.
Das geschieht nach etwa 3,5 km Wanderung.

Und endlich sehen wir auch mal Schiefer ;-)




Wir laufen am Wüsterather Bach entlang und queren eine Brücke.




Irgendwie gefällt mir dieses Bild besonders.



Hinter der Brücke gehen wir links und treffen an einer Kapelle und ...




... der Düngenheimer Mühle ein.




Hier überqueren wir den Feuerbach, der ebenso wie der Wüsterather Bach in den Elzbach fließen.


Die Strecke ist kurzweilig. Mal führt sie über breitere Forstwege, mal über schmale Pfade.

An dieser Stelle passieren wir die stillgelegte Grube Bausbach.

Mit Infos ist man auf dieser Route leider sehr geizig.

Nachdem wir zwischenzeitlich in Höhe der Lohbrücker Mühle die L52 gequert haben (natürlich ohne ein Wegeschild zu sehen), geht es weiter durch den Wald.

Vor uns liegt die Autobahnbrücke der BAB 48, die wir unterqueren werden.

Am Ende dieses Weges geht es daher auf schmalem Pfad rechts weiter.



So überqueren wir über eine weitere Holzfurt den Elzbach und halten uns unten rechts und gehen den Weg nach links hoch ...




... um nunmehr die Ruine der im 13. Jahrhundert erbauten Mädburgkapelle.





1807 wurde hier die letzte Messe zelebriert.


1810 - während der französischen Herrschaft - wurde alles zum Abbruch freigegeben.
1996 wurde der Rest durch eine Interessengemeinschaft wieder hergerichtet.

Wir blicken hier auf den Altar.

Nachdem wir nun länger nach dem Fortgang des Rundweges gesucht haben und ihn nur durch Zufall entdecken konnten (es ist ein kleiner schmaler Weg zwischen der höher gelegenen Kapelle im Wald und dieser Ruine; er führt leicht nach hinten und hoch), geht es wieder auf schmalem Pfad weiter am Elzbach vorbei.

Hier stehen wir nun unter der etwa 350 m langen und 110 m hohen Autobahnbrücke der BAB 48.

Mindestens ein Pfeiler steht im Elsbach.

Ob das mal hält ?



Durch das viele Laub können wir den Fortgang des Weges zunächst nur erahnen.
Es geht serpentinenartig nach links oben.

Es liegt einiges an Windbruch auf dem Weg und es mussten ein paar Kletterpartien stattfinden.



Wir verlassen den Wald und stoßen auf eine Kommunalstraße 25, die uns nun die letzten etwa 3 km bis zum Ausgangspunkt begleitet.

Verständlicherweise keine Bürgersteige oder sonstigen Fußwege.

Einziges Highlight: eine Wassertreppe direkt an der Unterführung der BAB 48.

Es hat den Anschein, als wenn den Planern die Ideen auf dem letzten Wegstück ausgegangen sind.



So laufen wir dann auf der Kommunalstraße auf Kehrig zu und gehen dort auf den Fahrwegen (diesmal aber Bürgersteige vorhanden) zurück zum Fahrzeug.





Fazit:

Für den Nebel kann dieser Rundweg ja nichts. Ebenso wie für den vielen Matsch auf den Wegen zu dieser Jahreszeit.
Das interessantere Stück war tatsächlich der Weg durch den Wald auf breiteren Fortwegen und schmalen Pfaden. Ich denke aber, dass die Hälfte der sonstigen Strecke jedoch getrost als uninteressant bewertet werden kann.
Eventuell kann man sich aber einen eigenen Weg basteln, der die Anteile am Elzbach übernimmt.
Die Beschilderung des Rundweges ist absolut nicht ausreichend. An vielen "wichtigen" Stellen (z. B. Wegkreuzungen) fehlt der nächste Hinweis.
Tipp: Wer sich an solchen Stellen am Wegweiser "Eifelverein, Jakobsweg (1)" orientiert, macht nichts verkehrt.



Kommentare

Elke hat gesagt…
Tja da hatten wir ja wohl die A-Karte, gestern hätten wir Sonne gehabt. Tapfer sind wir, die da dem Nebel trotzen :-)

Also den Weg spare ich mir denn mal. Gut, dass du ihn vor gewandert bist :-)

Das Foto mir der niedrigen, aber dichten und grünen Hecke ist wirklich sehr schön.
Wieso hat die Hündin eigentlich ne Decke drauf?
LG Elke
Mungo Mungenast hat gesagt…
Sie hat nicht mehr wirklich viel Fell (blue doberman syndrom).
Im Sommer daher Sonnenschutzcreme und im Kalten halt Mantel an.