Hilberath A4

Für den heutigen Tag - sowie das Wochenende - ist Regen angesagt.
Eine weite Anreise zu einer Wanderstrecke kam somit nicht in Betracht.
Gleichzeitig haben mich die ersten Ausläufer einer "Rüsselseuche" erwischt.

Somit ging es "nur" nach Hilberath, um sich dort für einen Wanderweg zu entscheiden, der größtenteils durch den Wald führen sollte.

So fuhren mein Rüde und ich auf den dortigen Wanderparkplatz Hilberather Straße / Dorfstraße beim "Tor zur Eifel".

Direkt am Startportal werden fünf Rundwege unterschiedlicher Längen angeboten.

Wir entscheiden uns für die Rundtour A4 mit einer Länge von etwa 10 km.


So geht es denn links an diesem Portal auf die Reise.

Eine größere Wandergruppe folgt uns bereits.
Also schnell weiter ...

Bei schönem Wetter hätten wir hier eine gute Weitsicht.



Wir haben Glück, die Gruppe erwandert scheinbar den Rundweg A2, während wir hier links abbiegen.


Nach wenigen Metern weist uns ein Holzschild auf einen Panoramablick hin.

Ok. Den hatten wir vorher auch schon und vor allem nicht zugewachsen.

Das Wegekennzeichen führt uns nun hinab in den Wald auf breitem Forstweg ohne nennenswerten Aussichten oder Besonderheiten.
Die Wege sind matschig und im Bereich parallel des Vischelbaches fast nicht begehbar.
Dutzende Fahrradreifenspuren und Hufabdrücke auf der gesamten Breite des Weges, der somit voller Matsch ist.


Scheinbar haben die "Wegekennzeichen-Anbringer" zwischendurch auch mal die Lust verloren. So beschließen wir, unseren eigenen Weg zu gehen. Wir stoßen ab und an auf die Kennzeichnung "A4", so dass wir vermutlich noch richtig sind.

Hier gehen wir den Weg hoch nach Vischel.




Vor uns liegt die Pfarrei in Vischel ...




... die wir im Verlauf der Wanderung rechts passieren.


Auf der asphaltierten Straße kommen wir am Schloss Vischel vorbei.

Dieses steht unter Denkmalschutz und ist in Privatbesitz.


Nach einem weiteren kurzen Stück über die Straße geht es an einem Wegekreuz wieder in den Wald hinein.

Wir werfen noch einen letzten Blick auf das Schloss.


 Der Wald ist ein wenig interessanter geworden.

Das haben auch die Naturfreunde so empfunden und hier den Zwei-Dörfer-Weg gekennzeichnet ("N").


Wir verlassen den Wald nach einiger Zeit wieder und laufen auf asphaltiertem Weg in Richtung der Ortslage Berg.
In Berg selber suchen wir vergebens die Wegekennzeichen und verlaufen uns. Es geht nun direkt auf den Bürgersteigen an der Hauptstraße entlang. Das hätte man besser lösen müssen.


Ein Blick auf unser Outdoor-Navi zeigt uns, dass wir bis zur Hilberather Straße zurückkehren müssen.

So folgen wir dieser zunächst asphaltierten Straße und finden eine Holzbank mit einer weiteren Panoramasicht.



Vor uns - oberhalb - können wir bereits Hilberath erkennen.


Erneut sind wir auf Asphalt unterwegs.
Dies ändert sich auch nicht, bis wir wieder am Wanderparkplatz ankommen.

Unterwegs treffen wir noch auf den Angelweiher eines Wormersdorfer Angelvereines.




Fazit:

Es gibt Wege, die würde man mehrfach gehen. Dann gibt es solche, bei denen eine einmalige Wanderung ausreicht. Und dann gibt es Wege - wie dieser -, bei denen man sich wünscht, man wäre sinnvollere Rundwege gegangen.
Zu hoher Asphaltanteil, zu breite Forstwege, zu uninteressante Wanderung, ab der Mitte der Wanderung lustlose Wegekennzeichnung.
Frei nach Tucholsky: Vielleicht habe ich es ja auch nur nicht verstanden.



Kommentare

Wander Hund hat gesagt…
Hallo Mungo,

ja solche Wege gibt es auch - leider :-(

Andererseits.....es können ja nicht alle Wege echte Perlen sein, denn wie sollte man sich da entscheiden. Viel wichtiger ist doch: du warst draussen unterwegs, zusammen mit deiner Fellnase. Ich bin im übrigen heilfroh, dass ich inzwischen ein GPS-Gerät besitze. An nicht eindeutigen Wegegabelungen ein kurzer Blick kann nicht schaden und bewahrt einen vor unnötigen "Rückwärtsbewegungen". Hast du sowas denn nicht??
Mungo Mungenast hat gesagt…
Doch. Nutze ich. Habe aber vorher keine Tracks gefunden und somit nur mitgezeichnet.