Saynsteig

Geschafft.
Mein Rüde und ich haben nun auch - neben allen Traumpfaden in der Eifel - mit der Wanderung heute alle Traumpfade am Rhein erwandert.
Ok. Am Rhein sind es auch weniger.

Kurz nach Sonnenaufgang waren wir auf dem Startpunkt des Saynsteiges.



Das Startportal steht ein wenig verlassen in der Gegend herum.

Und wenn ich nicht vorher in anderen Blogs davon gelesen hätte, hätte ich etwas Schwierigkeiten gehabt, den Einstieg in die Wanderung zu finden.

Es geht die Holztreppe an der Straße hoch und danach über die Terrasse des Gasthofes.

Naja ...


Anfangs gehen wir gemeinsam mit dem Rheinsteig zur Burgruine Sayn hinauf.
Im Hintergrund ist der Parkplatz des Schlosses zu erkennen. Wenn man dort parkt, führt direkt ein Weg von dort aus zur "Burg Sayn".
Wir treffen genau auf diesen Aufgang.


Nachdem wir uns ein wenig nach oben geschraubt haben, stehen wir im Innenhof der Burgruine.
Der Traumpfad und der Rheinsteig führen über dieses Areal.




Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut.


 Wir schauen über den Ort Bendorf hinüber.

Wir hatten Glück: wie angekündigt blieb es trocken.



Noch ein letzter Blick zur Burg selbst, bevor wir diese wieder verlassen.



Hier schauen wir in grobe Richtung der Hartmannmühle.


Wir auch schon andere Wanderer bemängelt haben, geht es nun über sogenannte Wanderautobahnen im Wald (breite Forstwege).

Interessant, wohin man an dieser Wegekreuzung alles wandern kann. Also erst einmal orientieren.

Wir verlassen quasi die gemeinsame Wegführung mit dem Saynsteig.

Irgendwo haben wir scheinbar im Wald eine Markierung übersehen und gehen geradeaus weiter, anstelle rechts hinab.
Dank Navigationsgerät und fehlenden Wegekennzeichen finden wir über einen Waldweg zurück auf die Strecke.
Das Positive: diese Aussicht hätten wir auf dem offiziellen Weg nicht bekommen.



Der Nebel macht den Wald etwas mystischer.

Wir sind alleine unterwegs. Nur im Bereich der Ortslage Stomberg kommen uns "Hundegassigänger" entgegen. Hier gehen wir mitten durch das Dorf auf Fahrstraßen und am Ende wieder hinaus in den Wald.


Es geht nun abwärts in Richtung des Brexbaches in die Brexbachschlucht hinunter.
Wir waren ja unlängst erst auf dem Brexbachschluchtenweg.

Ein wirklich reizvolles Stück Wanderung.


Wir laufen ein Stück parallel an der Brexbachbahn vorbei.
Der Boden ist nass, das Schuhprofil voll Matsch.
Es wird rutschig.



Der Brexbach führt mehr Wasser als bei der letzten Wanderung.


Es wird noch rutschiger.
Hinzu kommen mehrere tiefe Reifenprofileindrücke von Fahrrädern im Matsch. Das dann auch auf ganzer Breite.
Da Lobe ich mir eher die Traumschleifen mit Radfahrverbot.


Plötzlich höre ich ein wiederkehrendes Pfeifen.

Die Erwartung wird erfüllt.
Ein Zugfahrzeug der Brexbachbahn.

Wie genial.



Wieder sind wir auf einem dem Hang abgerungenen Pfad am Brexbach unterwegs.



Manchmal findet man auch im Wald interessante Fotoobjekte.




Wir überqueren die Furt zum Pfadfinderlager am Brexbach.



Kurz hinter dem Pfadfinderlagerplatz geht es aber auch schon wieder links hoch in den Wald hinein.


Nachdem wir einen breiteren Waldweg erreicht haben, geht es in einigen Serpentinen weiter den Berg hinauf.

Wir sind übrigens wieder auf gleicher Wegführung mit dem Rheinsteig.



Holzpalisaden sind zu erkennen.

Die spinnen, die Römer.


Ja genau.

Wir stehen nunmehr am UNESCO Welterbe Limes mit rekonstruiertem Römerturm.


Langsam lichtet sich der Wald.
Schade, dass es so diesig ist.

Wir können tief ins Tal schauen und erkennen mittig das ehemalige AKW in Mülheim-Kärlich.

Hier stimmt die Streckenführung noch. Am Ende diesen Weges geht es rechts an den erkennbaren Büschen vorbei.
Dort lotste uns die Wegführung nach links.
Das war jedoch falsch. Wir hätten rechts und dann erst links gemusst.
Ob sich da jemand einen dummen Scherz geleistet hat ? Dank Navi aber kein Problem. Wieder auf einem Waldweg auf die Strecke gekommen.


Wir haben nun fast das Ende der Wanderung erreicht und werfen einen Blick auf die Burgruine.

Es geht den Berg hinunter und alsbald treffen wir wieder am Fahrzeug ein.






Fazit:

Vielleicht auch wegen einiger negativen Bewertungen dieses Traumpfades habe ich nicht allzuviel erwartet, bzw. war auf die Wanderautobahnen eingestimmt.
Umsomehr habe ich mich dann über die urigen Pfade gefreut.
Ich fand sie Tour eher als mittelschwer (wenn überhaupt). Sie ist jedoch als schwer angegeben.



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