Pellenzer Seepfad

Heute war es soweit.
Wir wollten uns an einen als "schwer" eingestuften Traumpfad geben.
Nach Tipps und Hinweisen von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe "Wanderteufel" habe ich mich dann für den Pellenzer Seepfad entschieden.






Start- und Zielpunkt der 16 Km langen Wanderung liegt in Nickenich an den Sportplätzen.
Es sollten also ausreichend Parkplätze vorhanden sein.



Direkt am Parkplatz erwarten uns zwei Besonderheiten.
Zum einen das "Nischengrabmal" einer vermutlich vornehmen römischen Familie ...



... zum anderen der "Grabtumulus".

 Also quasi ein Hügelgrab.


Nach etwa einem Kilometer durch Wald kommen wir an der "Schwarzen Wand" vorbei - einer Aschewand, die der Laacher Vulkan vor 13.000 Jahren hinterlassen haben soll.



Ein Blick nach links bietet uns eine Aussicht auf Nickenich.




Wieder einen Kilometer später schauen wir auf den Tagebau Eppelsberg hinunter, einem typischen Schlackekegel-Vulkan.
Die Entstehung wird auf etwa vor 230.000 Jahren angegeben.



Der Tagebau ist abgesichert. Eine kleine Aussichtszone lässt einen Blick zu.





Bald haben wir wieder den Wald erreicht und gehen eine größere Strecke durch diesen.

Aufgelockert wird das erste Stück noch durch hölzerne Skulpturen, die am linken Wegesrand stehen.






An drei dieser Skulpturen habe ich den Rüden posieren lassen.





Schon beeindruckend - vor allem, wenn man wie ich eher zwei linke Hände für so etwas hat.



Nach einer weiteren längeren Waldstrecke treffen wir am Waldsee ein, der auch als Freibad genutzt wird.

Aufgrund des Saisonendes ist der Zutritt jedoch nunmehr mit Gittern versperrt.



Etwa einen Kilometer Wald später gelangen wir an den Aufstieg zur Teufelskanzel, der uns schon einiges an Kondition abverlangen wird.




Für ungeübte Wanderer gibt es eine Alternativstrecke (hier blau dargestellt).

Bei Regen, Nässe oder gar Schnee von mir die eindeutige Empfehlung, die leichtere Route zu wählen.



Wir haben uns an dem steilen Aufstieg versucht. Vier Pfoten oder Wanderer mit Trekkigsstöcken haben hier leichte Vorteile ;-).




Auch hinter diesem Felsen geht es noch nach rechts oben weiter.



Als Belohnung für den Aufstieg erreichen wir eine Plattform mit grandioser Aussicht.
Mittig ist der Waldsee zu erkennen.



Es geht weiter ... und weiter ... und weiter durch den Wald, bis wir in etwa das Niveau des Laacher Sees erreichen.



Ein Blick nach rechts: da isser schon.
 

Wir folgen nicht dem breiteren Waldweg (und somit dem Vorschlag der Wegeschilder), sondern dem Trampelpfad am Ufer des Laacher Sees.

Kurz bevor der Traumpfad den See verläßt, stößt der Trampelpfad wieder auf den Waldweg.


Nein. Es hat nicht geregnet.
Die aufsteigenden Bläschen (wenn es ruhig um einen ist, kann man sogar ein Pfeifen hören) stammen von Kohlendioxid-Gasen, die aus der erkaltenden Magmaschicht aus der Tiefe stammt.

Der letzte Ausbruch des Vulkans soll knapp 11.000 v. Chr. erfolgt sein.


Es folgt ein weiterer steiler Aufstieg den Berg nach links hinauf.
Die Beine sind schon etwas schwerer und ich habe ein wenig Mühe, mit dem Rüden mitzuhalten.

Der war früher bestimmt mal Wandergott. Der könnte den ganzen Tag Laufen.


Und wieder geht es durch den Wald ohne nennenswerten Highlights.
Wir überqueren die L116 das erste Mal und treffen auf den "keltischen Baumkreis" und zuletzt auf die Ruine der Heimschule.
1944 lagerte hier die V1-Truppe des 152. Regiments. Im angrenzenden Wald wurden V1-Raketen einsatzfertig gemacht und zu den Abschussrampen in der Eifel transportiert.




Die letzten Kilometer ziehen sich wie Kaugummi.








Fazit:

Tja. Was soll ich schreiben.
Dieser "Traumpfad" hat es nicht wirklich geschafft, mich für ihn zu erwärmen.
Dafür war der Waldanteil einfach zu hoch und die "Highlights" zu rar.
Nach Verlassen des Laacher Sees zieht sich der Weg in die Länge.
Für Hunde sollte Flüssigkeit mitgenommen werden. Der Rüde wollte nicht aus dem See trinken.
Der Aufstieg zur Teufelskanzel war für ihn und seine Größe kein Problem. Teilweise waren die "Stufen" im Hang aber auch weiter auseinander, so dass er schon größere / höhere Schritte machen musste.



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