Koberner Burgpfad

Als wir aufwachten regnete es.
Also erst einmal in Ruhe gefrühstückt und das Wetter beobachtet.

Ein wenig hin und her gerissen: Gehe ich heute wieder wandern ? Mache ich mal einen Ruhetag ?

Um es kurz zu machen. Mein Rüde und ich sind dann noch an die Mosel gefahren, um den Traumpfad "Koberner Burgpfad" zu wandern.


Zunächst sind wir nach Kobern gefahren, um dort am Startportal loszumarschieren.

Pustekuchen. Die wenigen Parkplätze alle belegt.
Als Alternative dann den (Ausweich-)Wanderparkplatz am Friedhof in Wolken angefahren (Eiserne Hand).


Eine weitere Wandertafel listet mehrere Wanderwege im Bereich Kobern-Gondorf auf.

U. a. auch den Moselhöhenweg etc..



Die etwa 100m lange Zuwegung führt uns an eine Wegkreuzung.
Wir gehen den Weg im Uhrzeigersinn und wechseln links in den Wald hinein.


Es ist feucht-kalt im Wald. Aber dies gehört ja auch irgendwie zu dieser Jahreszeit.
Wir gehen parallel zum Hohesteinsbach abwärts und kommen an dieser Andachtsstelle vorbei.




Noch einmal von der Nähe.


Wir laufen übrigens nicht nur parallel zum Bach, sondern sind auch noch auf dem Tatzelwurmweg unterwegs.

Hier befinden wir uns gerade am Sauerbrunnen.



Oh. Hier wurden früher kupierte Dobermänner verehrt ...




Natürlich auch hier wieder auf dem Weg ein Insektenhotel.


Wir verlassen dem breiten Forstweg nach rechts und wandeln auf schmalem Pfad entlang.

So treffen wir auf eine weitere natürliche Mineralquelle: dem Quidoborn.



Und so sieht das Wegekennzeichen des "Tatzelwurmweges" aus.



Wir erhaschen - beim Aufstieg zur Matthiaskapelle - schon einen ersten Blick in Richtung Moseltal.

Wir haben die Matthiaskapelle und die Oberburg erreicht.
Die Kapelle wurde etwa 1220 von Ritter Heinrich von Isenburg erbaut. Dieser hatte das Haupt des Apostels Matthias von einem Kreuzzug mitgebracht und erbaute aus diesem Anlass die Kapelle. Schon vor 1347 befand sich die Reliquie nicht mehr in der Matthiaskapelle. Sie gelangte auf mehreren Zwischenstationen bis 1420 in den Trierer Dom (Quelle).



Von der Kapelle aus geht es bergabwärts zur im 12. Jahrhundert erbauten Niederburg, die sich derzeit in Instandsetzung befindet.
1688 wurde die Burg zerstört.

Wir schauen in das Moseltal hinab.



Noch einen Blick in grobe Richtung Dieblich und Koblenz geworfen ...



... bevor wir uns über diesen Kreuzweg Jesu der Niederburg nähern.
Der Kreuzweg beginnt im Tal und führt hoch zur Matthiaskapelle.




Wir schauen noch einmal zurück auf die steilen Weinhänge.


Der Traumpfad führt vor der Burg hinab ins Tal. Ein Abzweig führt jedoch zu dieser.

Viele Fotos lassen sich nicht machen, da überall Bauzäune, Baumaterial und Baufahrzeuge stehen.



So machen wir noch ein schnelles Bild von dieser Skulptur, welche die Oberburg und die Matthiaskapelle zeigen.



Von der Burgruine aus führt uns eine recht kurze Zuwegung wieder abwärts zum Traumpfad.



Auf dem weiteren Abstieg kommen wir somit am Startpunkt des Kreuzweges vorbei.



Wir überqueren die Straße in Kobern und stehen nunmehr am eigentlichen Startportal des Traumpfades.

Erschreckend: der bisherige Weg war sehr interessant und kam mir viel länger vor.

Wir haben gerade mal ein Viertel der Wanderung geschafft.



Ab jetzt geht es stetig bergauf.
Etwas, was ich gerne am Anfang einer Wanderung habe.

Wir erreichen die "Schutzmantel-Madonna der Koberner Stände".


Auf schmalen und teils rutschigen Pfaden und letztlich über einen breiteren asphaltierten Weg, arbeiten wir uns auf die Moselhöhen vor.


Über einen Wiesenweg geht es näher an das Moseltal heran.

Wir erkennen Objekte auf der andere Seite der Mosel, die wir bereits erwandert haben (z. B.: Schwalberstieg, Mönch-Felix-Hütte).



Wir schauen noch einmal auf die Mosel, bis der Weg und von dieser wieder wegführt.


Wirklich schön ist die Passage durch das Keverbachtal.
Schmale Pfade, mehrere Holzstiege.

Das macht Spaß.

Ausreichend Trinkmöglichkeiten für Hunde.


Leider zieht es sich nach Verlassen des Tales bis zum Endpunkt der Wanderung.
Hier schauen wir rechts in Richtung der Mosel und können die Matthiaskapelle und die Moselbrücke der BAB 61 erahnen.
 
Zugegebenermaßen erschöpft (ok, eher nur ich) erreichen wir nach etwa 4,5 Stunden Wanderung wieder unser Fahrzeug.



Fazit:

Eine ganz besondere Wanderung. Wenn möglich sollte der Startpunkt tatsächlich in Kobern selbst aufgenommen werden, da man die meisten Anstiege somit direkt zu Beginn der Wanderung vor sich hat.
Die Wanderung im Uhrzeigersinn kann ich nur empfehlen, so hat man mit den beiden Burgen einen schönen Abschluss der Wanderung.



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