Förstersteig

Aufgrund der Regenmeldungen für den beginnenden Nachmittag waren wir heute etwas früher unterwegs.
Der Traumpfad Förstersteig stand auf dem Programm.
Es war der letzte Traumpfad in der Eifel, der noch zu wandern war.



Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ausschließliche Waldwanderungen nicht mein Ding sind.
So habe ich diese Wanderung mit gemischten Erwartungen angegangen, da es fast ausschließlich durch den Wald geht.

Allerdings war ich auch voller Eindrücke. Dank eines Buches, das mir ein sehr geschätzter Kollege ausgeliehen hat.

Es sind Erzählungen seines Schwiegervaters Rudolf Nohles (Der Fangschuss: Erlebnisse und Erfahrungen auf roter Fährte).

Mit diesen Geschichten im Kopf nahm ich den Wald intensiver wahr.

Alfons: ich habe es schon fast durchgelesen ;-)


Dank eines wertvollen Tipps eines weiteren "Hundewanderers" haben wir den Startpunkt auf den Parkplatz am Schloß Bürresheim verlegt.

So haben wir den langen Anstieg direkt noch mit frischen Kräften und ausgeruht vor uns.

Die Zuwegung zum Traumpfad beträgt gerade einmal 300 Meter.


So gehen wir also an der Straße entlang bis kurz vor den Parkplatz an der hier sichtbaren historischen Gaststätte Hammesmühle.

Auf dem Rückweg kommen wir wieder an ihr vorbei.


Zunächst aber geht es in den Wald hinein.
Wir folgen der vorgeschlagenen Gehrichtung im Gegenuhrzeigersinn und werfen immer wieder aus verschiedenen Höhen einen Blick auf das Schloß Bürresheim selbst.

Der Großteil der Wanderung führt über breite Waldwege.
Immer wieder jedoch wird dies durch schmale Pfade aufgelockert.

Beinahe wären wir vorbeigelaufen.
Hier geht es rechts hinunter.

Wieder ein kurzes Stück über breite Wege und es geht links in den Hang hinein nach oben, auf einen dort verlaufenden breiteren Waldweg.

Diese etwas steileren Anstiege sind jedoch nur kurz und mit der nötigen Geschwindigkeit problemlos zu erklimmen.


Beinahe hätten wir hier eine schöne Aussicht verpasst.
Ein schmaler Weg führt nach links zu einer Bank und keine fünf Meter weiter wieder auf den Weg zurück.







Wir hätten diese Aussicht nicht genießen können.



Wir schrauben uns immer weiter nach oben.
Immer wieder öffnet sich der Wald für weite und schöne Aussichten.



Es geht höher und höher ...


... immer wieder mit reizvollen Aussichten.

Im Verlauf der Wanderung erreichen wir die Ortslage Kürrenberg und dort auch den höchsten Punkt der Wanderung, dem Scheidkopf.



Im Ruppental passieren wir den eigentlichen Startpunkt der Wanderung.
Wir folgen der Beschilderung und treffen hier am Eiterbach ein.



Wir folgen dem Bach ein Stück weit, bevor uns der Weg nach links in die Höhe führt.


Wir finden uns "Am Luisenplatz" ein.

Leider sehen wir schon in dieser Richtung die erste Vorboten des erwarteten Regens.



Nachdem uns der Weg zunächst weiter zu einer Schutzhütte mit Aussicht führt, geht es scharf links und dann rechts den Pfad hinab.


Wir treffen wieder auf einen breiten Waldweg und stehen an dieser Stelle.
Ja. Genau.
Es geht links den Pfad hinauf auf den höher liegenden Waldweg. Etwas anstrengender, aber nicht zu lang.



Und wieder werden wir für die Mühen belohnt.


Wer jetzt denkt, dass es das mit den Steigungen war: Falsch.
Scharflinks geht es in den Hang auf einem Pfad entlang, der sich serpentinenartig nach oben schraubt.



Hier laufen wir auf den sogenannten "Fünfkantstein" zu und gönnen uns eine erste Rast.
Das mitgeführte Brot wird brüderlich geteilt.



Noch ein Blick zurück.
Die Farben des Herbstes sind mit die Schönsten.



Es sind nun noch etwa drei Kilometer bis zum Schloß Bürresheim.



Wir treffen an einer weiteren neuen Schutz- und Aussichtshütte ein - der sogenannten Hochlayhütte.
Unter uns sehen wir schon das Schloß.



Auf schmalem "Steilhang" geht es nun nur noch abwärts.



Nach etwa vier Stunden und ca. 17 Kilometer Wanderung mit Zuwegung erreichen wir wieder den Start- bzw. Endpunkt der Wanderung.

Den Rüden versorgt, selbst noch etwas getrunken und noch schnell einen Blick auf das Schloß Bürresheim geworfen. Hunde dürfen nicht hinein.
Gemeinsam mit Burg Eltz und der Burg Lissingen ist es die einzige Anlage in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurde und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Umbrüche der Französischen Revolution unversehrt überstehen konnte (Quelle).



Man fühlt sich zurückversetzt in der Zeit.
Hier geht es durch dieses Tor hinein.



Ich habe es genossen und mir versucht vorzustellen, wie es hier gewesen sein muss.




Oben links geht es zur Kasse, wenn man eine Führung haben möchte.



Ich wende jedoch und es geht wieder durch das Tor hinaus.



Noch ein Blick auf eine Skulptur, bevor wir die Heimfahrt antreten.
Nicht zu spät, denn etwa eine halbe Stunde später kommt der Regen.





Fazit:

Trotz Skepsis und auch einiger negativer Bewertungen dieses Traumpfades im Internet, hat mir diese Wanderung gefallen.
Natürlich muss man sich auf die Waldwege einlassen können - wird aber meines Erachtens durch die vielen Aussichten belohnt.
Auch denke ich, dass uns diese Wanderung vom eigentlichen Startpunkt aus am Ende richtig Kräfte gekostet hätte.
Viele Trinkmöglichkeiten für Hunde gibt es nicht.



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