Burgruine Wernerseck

Nach den Touren der letzten Zeit und dem Wetterbericht für heute, habe ich mich für eine kleinere Runde entschieden.

Wie oft bin ich an der Autobahn 61 in Höhe Pleidt schon an der Burgruine Wernerseck vorbeigekommen.
Wie oft habe ich mir vorgenommen, diese zu besuchen.

Heute war es dann soweit. Bis kurz vor der Ausfahrt Mendig noch normale Sicht, schlug es in Nebel um, der sich erst nach einer Stunde Wanderung verzogen hatte.

Zugegeben, das Umfeld an der Abfahrt lädt nicht gerade zum Wandern ein. Die Fabriken / Firmen sind doch in Überhand zu finden.
Schön, dass wir es heute dann doch gewagt haben.


Einen direkten Wanderparkplatz gibt es nicht.
Fährt man jedoch von der BAB 61 - Ausfahrt Ochtendung herunter und weiter auf der L117 in Rtg. Ochtendung führt eine neuere Werkszufahrt zum  "RPBL Werk Langacker" nach rechts.
Dort finden wir dann einen kleineren ausgewiesenen Parkplatz.
Wir schauen schon einmal zum Werksgelände.



Der Blick nach rechts lässt sonst schon die Burg erkennen. Noch haben wir aber kein Glück.


So gehen wir die Werkszufahrt weiter entlang in Richtung Ochtendung.

Am Ende des Zauns biegen wir rechts ab und folgen dem geschotterten Weg.



Nachdem wir das Werksgelände hinter uns gelassen haben, können wir - dank aufsteigenden Nebels - schon ein wenig von der Burg erkennen.



Zunächst aber geht es hier in das Tal hinein zur Nette.


Ein kleinerer Wiesenweg führt nach links und mit einem Blick auf das Outdoor-Navi folgen wir diesem Weg.
Überraschung. Hier findet sich sogar eine Wandertafel.



Nachdem wir diese kurz studiert haben, geht es weiter in den Wald hinein.



Einige wenige Wegekennzeichen weisen auf weitere Wanderwege hin.

Hätte ich hier ehrlich nicht vermutet.


Wir gehen im Wald kurz rechts und dann den Forstweg links hinauf.

Das Navi zeigt Wege an, die kaum noch existieren und schon reichlichst zugewachsen sind.

Wir nutzen dieses Abenteuer und gehen über diese Wege bis wir auf eine größere Freifläche treffen und eine kleinere Aussicht genießen können.


Wir erreichen schließlich den Tönchesberg, lassen die Spitze aber links liegen und folgen dem breiten Wirtschaftsweg hinunter.

In der Ferne ist die BAB 61 zu erkennen.
Bei sonnigem Wetter hätte man hier schöne Aussichten.

Nach einer längeren Strecke geradeaus geht ein schmalerer Weg nach rechts.
Wir folgen diesem. Bei Erreichen des Waldes gabelt sich der Weg.
Wir entscheiden uns - glücklicherweise - für den linken Weg.
Kurze Zeit später sehen wir schon die Ruine vor uns auftauchen.


Wir folgen dem Weg zur Burg und werden uns hier erst bewusst, dass sie auf einem Berg liegt.
Ja ich weiß. Die meisten Burgen liegen auf einem Berg.

Von der Autobahn sieht es halt nur immer so aus, als wenn sie keine 10 Minuten Wanderung entfernt liegen würde.

Und das ebenerdig.

So kann man sich täuschen.


Der kostenfreie Besuch der Burg ist zum Zeitpunkt der Wanderung möglich.
Eine Hinweistafel gibt Aufschluss darüber, dass dies allerdings auf eigene Gefahr geschieht.

Ebenso wird gebeten, auf Beschädigungen / Zerstörungen zu verzichten.


Wir sind ganz alleine dort.

Feuerstellen geben darüber Aufschluss, dass hier wohl gerne von eher Jugendlichen gefeiert wird.

Erfreulicherweise finden wir auf den Wegen kaum Scherben.

Der Bergfried ist nicht zugänglich.

Man müsste schon sehr gut klettern können.


Es ist noch recht viel von der 1401 erbauten Burg übrig.

Weitere Informationen findet man auch hier.



Balou schaut sich überall um.

Ich glaube, hier würde es ihm gefallen.





Auch von der anderen Seite des Einganges ein Bild.



Wir treten wieder ein und verlassen auf der anderen Seite die Burgruine wieder.



Ein kurzes Stück geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück, bis es auf engem Pfad nach links hinab zur Nette geht.


Wir begeben uns nunmehr zur Heselermühle.

Links ist der Keltershäuserhof zu erkennen.



Hinter der nun vor uns liegenden Heselermühle geht es links in den Wald auf schmalem Pfad weiter.

Wir folgen dem dort rechts neben der Mühle sichtbaren Weg.



Wir sind nunmehr wieder auf einem Teilstück eines Wanderweges des Eifelvereins unterwegs und folgen dem Flußlauf der Nette.


So erhaschen wir noch einen Blick von der Nette aus auf die Burgruine.

Da wir nicht direkt an der L117 auskommen möchten und direkt auf dieser gehen müssen, wechseln wir noch einmal nach rechts und dann nach links (Auf den Heselen).


Der Wald lichtet sich und wir kommen an der L117 heraus.

So ist das Bild, wie ich es immer im Kopf hatte: Die Burg liegt ebenerdig. ;-)



Wir gehen jetzt auf dem Wirtschaftsweg rechts neben der L117, folgen dem kleinen Bogen und kommen direkt wieder am Parkplatz heraus.







Fazit:

Natürlich keine "Traumwanderung". Aber sie hat dennoch Spaß gemacht. Vor allem, weil man nicht vermutet, dass es im "Gewerbegebiet" solche Wanderwege gibt.
Ich bin um eine Erfahrung reicher. Zwischen dem Blick auf die Burg und dem Besuch der Burg liegt im Tal die Nette ;-)



Kommentare

lederjack hat gesagt…
Wie so oft findet sich das Schöne im Kleinen.
Mir gefallen vor allem die nebulösen Bilder. Das passt irgend wie zu den ollen Steien und ergibt ein gelungenes Ganzes.

Es grüßt der Uwä