Bergschluchtenpfad Ehrenburg

Heute war es soweit: der letzte - noch nicht gewanderte - Traumpfad stand an.
Bergschluchtenpfad Ehrenburg an der Mosel.
Quasi die "Königsetappe" der Traumpfade.

Die Entscheidung, diesen Weg zu wandern, fiel einen Tag zuvor.
Allerdings habe ich schon gezaudert. Ausgewiesene 18,6 Kilometer. Drei knackige / giftige Anstiege.
Dieser Pfad nötigte mir im Vorneherein also schon Respekt ab.

Schafft es der Rüde ? Soll ich ihn zu Hause lassen ?
Nachdem ich aber mehr Gründe gefunden habe, ihn zu "wagen", startete ich diese Wanderung heute morgen direkt nach Sonnenaufgang (08:10 Uhr). Allerdings nicht ohne ein nervöses Grummeln im Magen.



Anders, als im Wanderbuch beschrieben, starten wir am Parkplatz fast außerhalb von Brodenbach (Moselufer / Rhein-Mosel-Straße).

Der Traumpfad führt hier direkt vorbei.

Nachdem ich noch einmal den Rucksack kontrolliert habe (alles dabei ? Wasser für den Rüden, Iso-Getränke für mich, Leckerchen für den Rüden, Eiweiß-/Proteinriegel für mich, Erste-Hilfe-Ausrüstung ...), geht es los. Wir starten - wie im Buch beschrieben - im Uhrzeigersinn.
Das ist eine gute Entscheidung, wie wir später wissen.



Es geht nur kurz an der Apotheke direkt an die Mosel.
Kurze Zeit später geht es rechts in Richtung der Polizeiwache.


Wir folgen der Beschilderung und finden so zum eigentlichen Startportal der Wanderung.

Es geht links über die Brücke und dann rechts.
Von dort aus in einem Linksbogen den Berg hinauf.



Wir sehen schon direkt den ersten heftigen Anstieg vor uns liegen. Mehrfach wird der Nickelsbach über Stiege überquert.



Schmal und steiler geht es nach oben.

Es ist rutschig.


Manchmal können wir den Pfad nur erahnen. Aber viele Möglichkeiten gibt uns dieser Weg auch nicht.

Einfach Klasse!!!




Noch ein kurzes Stück und wir haben den ersten Aufstieg halb hinter uns gebracht.


Der Wald öffnet sich und wir stehen direkt an einer Hangkante und schauen hinab auf die Mosel.

Dort unten sind wir gestartet.

Uns ist warm ;-)

Links geht es zu einer kleineren Schutzhütte uns Aussichtsmöglichkeit.

Der eigentliche Pfad geht aber nach rechts über den höheren Schieferfels.

Ein wenig mulmig ist mir schon an der Hangkante.
Danach wird es aber wieder angenehmer.
Hier treffen wir an einer weiteren Schutzhütte ein.

Es geht weiter an der Mosel auf der Höhe vorbei bis wir an eine Kreuzung kommen.

Wir folgen dem Traumpfad nach rechts und schrauben uns weiter in die Höhe.

Wir lassen es gemächlich angehen und sind gerade mal mit 2 km/h unterwegs, also genau die Hälfte bei den sonstigen Bergwanderungen.


Wir verlassen den Wald ein erstes Mal und sehen, wie hoch wir uns bereits geschraubt haben.

Diesig, aber dennoch schöne Sicht.
Ich liebe die Mosel und den Herbst.


Immer wieder geht es in den Wald.

Hier einmal auf einem breiteren Forstweg.

Schutzhütten sind schon einmal ausreichend vorhanden.


Wir erreichen die L207 an einem weiteren Parkplatz an der Route und sind kurz unaufmerksam. Das rächt sich und wir laufen etwa 500 m in die falsche Richtung. Da wir die Wegekennzeichen vermissen, fällt uns dies zum Glück schnell auf.


Wir erreichen den Ortsrand von Nörtershausen.
Sehen, dass der Traumpfad direkt am Rand vorbeigeht und später doch wieder auf den Weg führt, auf welchem wir gerade sind.
Eine kurze Überlegung.
Zum Glück entscheide ich mich, dem Wegekennzeichen zu folgen.
Uns wäre diese Aussicht bis nach Mayen entgangen.


Wir folgen dem Bach namens Seifen hinab zum Brodenbach.
Jetzt im Herbst mit diesen Farben ein einmaliges Erlebnis.
An dem Schiefer auf der rechten Seite waren unzählige Echsen zu Gange.


Im Talgrund wechseln wir an einer Schutzhütte über einen Steg den Brodenbach und gehen auf Tuchfühlung an diesem parallel weiter nach links.

Aufpassen: die Holzbohlen waren schmierig glatt.


Eine richtige Klammwanderung auf schmalem Pfad.

Ein weiteres Highlight dieser Wanderung.


Wäre das Schild nicht gewesen, wären wir glatt dran vorbei gelaufen.

So suche ich den Abstieg.

Ja. Da gibt es einen, sogar mit Handlauf ;-).



Dies ist das Donnerloch. Ob es jetzt tatsächlich eine Kultstätte war, kann ich nicht sagen.
Aber dieser Bereich ist schon anders von den Felsen, als der Rest der Strecke.



Diese Treppe geht es dann wieder hinauf auf den Weg.


An der Grünemühle geht es nach rechts hinauf.
Der zweite giftige Anstieg.
Obwohl kurz, hat er Kraft gekostet.
Es geht steil nach oben und im letzten Drittel wird es noch steiler.



Nicht nur ich brauche eine Pause. Auch Balou freut sich über den Stopp.




Wir treffen auf einen breiteren Forstweg, der uns aus dem Wald führt.



Wir gehen über den dritten Parkplatz an der Wanderstrecke hinab zur Burgruine Ehrenburg.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und auch Veranstaltungen finden sich unter diesem Link.




Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut.



Die Aussicht war ja auch damals schon nicht schlecht.


Es ist kein Hinweis zu finden, ob Hunde erlaubt sind oder nicht.

Wir gehen kurz an den Eingang ...






So einen Kerzenhalter könnte ich auch gebrauchen ;-)



Wenn wir jetzt die Glocke läuten würden, käme jemand. Wir beschließen aber, weiter zu gehen.



Also das kurze Stück über die Brücke zurück und am Ende dann rechts hinunter.


Hier machen wir dann den Fehler und erkennen das Wegekennzeichen an der Stützmauer nicht. Eigentlich geht der Weg wohl nach rechts weiter.

Wir folgen dem linken - deutlich sichtbareren - Pfad hinunter in das Tal.


Wir haben auch nicht das Gefühl, dass wir falsch sein könnten.

Keine Abbiegungen, also auch keine Kennzeichnungen.


So landen wir am Ehrbach und gehen rechts zur Ortschaft Ehrenburgertal - vorbei an einem außergewöhnlicheren Friedhof.



Ein kleines verträumtes Örtchen mit vielen Ferienwohnungen.

Ein Blick auf das Outdoornavi zeigt uns an, dass wir bald wieder auf den Traumpfad treffen. Der führt bis zum Campingplatz und dann auf der anderen Seite der K74 fast auf unserer Höhe wieder eintrifft.

So beschließen wir, dem Traumpfad entgegen zu kommen.

So geht es ein Stück - leider am Straßenrand - die K74 aufwärts bis zu einem fast zugewachsenen Stichweg nach rechts.

Wir schlagen uns durch das Gehölz und treffen aus einen alten Hohlweg. Diese dritte giftige Steigung geht es jetzt nach oben, bis wir wieder auf den Traumpfad treffen.


Wir folgen dem schmalen Pfad am Hang zurück nach Brodenbach.

Wir können es schon unter uns liegen sehen.




Balou will auch mal schauen.



Es geht steiler abwärts.
Schwierigkeiten macht hier das viele Laub, das auf dem Weg liegt. Man erkennt nicht die Wegbeschaffenheit darunter. Ich rutsche mehrfach, weil ich Schiefer getroffen habe.
Wir kommen am Ehrenmal hinaus und gehen den Rest des Weges zu unserem Fahrzeug.




Fazit:

Ein wirklich gelungener und krönender Abschluss der Traumpfadwanderwege.
Es hat alles gestimmt. Tolle Herbstfarben, wunderbare Aussichten, schmale Pfade, eine Burg auf dem Weg.
Nun bin ich zufrieden und glücklich, dass ich meinen Entschluss nicht gewechselt habe.
Und ich danke meinem Rüden. Er hat die ganzen Wanderungen so Klasse mitgehalten und ich hatte immer das Gefühl: er rennt mich noch in Grund und Boden ;-)



Kommentare

Norbert Gatzke hat gesagt…
Da haste an der Ehrenburg aber einen ordentlichen Schlenker eingebaut. Noch einmal Glückwunsch!
LG Norbert
Elke hat gesagt…
Hach nee wie schön. Deine Fotos reizen ja sowas von zum nachwandern. Und du, na alle Achtung, du hast dich ja zum Langstreckenwanderer entwickelt. Echt klasse.

Ich wünsche dir noch ganz viele solche schönen Wandertage mit deinem rüden ;-)
LG Elke