Landskrone

> Wandern gibt mehr Verstand als hinterm Ofen sitzen <
[Zitat: P. T. Paracelsus; 1493-1541]

Irgendwie unzufrieden, da ich gestern nur eine kurze Wanderung machen konnte, wartete ich heute das Ende des Regens ab.
Und endlich - gegen 13:30 Uhr - ließ der Regen nach.

Ein wenig gegen den inneren Schweinehund gekämpft, diesen aber besiegen können.
Weit wollte ich nicht fahren, so habe ich mich für einen Besuch der Burgruine Landskrone entschieden.




Als Start- und Abschlusspunkt der Wanderung habe ich mir die Parkfläche an der L80 / K39 ausgesucht.




Zwischenzeitlich wurde hier nach dem großen Unwetter 2010 ein Regenrückhaltebecken gebaut und dies wollte ich mir unbedingt anschauen.



Das Regenrückhaltebecken kann 175.000 Kubikmeter Wasser fassen und wird durch einen bis zu acht Meter hohen Wall umfasst.


Wir überqueren nunmehr erneut die Straße und gehen den dortigen Feldweg hinauf.
Es ist schon etwas steiler, danach geht es aber erst einmal gerade weiter.


Oben angekommen, schauen wir noch einmal nach unten, bevor es zuächst durch den Wald weitergeht. Die Wege sind allerdings zugewachsen, so dass wir über eine offene Wiese zum Remagener Weg wechseln.





Bevor es wieder über den Feldweg in Richtung Wald weitergeht, verharren wir kurz an dieser Stelle, einem Kreuz aus dem Jahre 1732.



Wir folgen nun dem Waldweg und kommen nach einiger Zeit auf dem Hauptweg hinaus.
Neben einigen lokalen Wegekennzeichen finden wir auch wieder den Hinweis, dass wir auf dem Jakobsweg unterwegs sind.
Ebenso sehen wir das Wegeschild "Medizinischer Kurweg II" [PDF] in rot.



Noch sind wir ein Stück von der Burgruine Landskrone entfernt.
Hier blicke ich in Richtung Bad Neuenahr.


Kurz vor dem Aufstieg zur Burgruine laufen wir fast an diesen beiden Kreuzen vorbei.
Schön, dass wir sie noch gesehen haben. So erfahren wir, dass wir hier "Am Galgen" stehen.
In keltischer Zeit ein Gerichtssitz des Druiden.



Es geht jetzt spiralförmig hoch zur Burgruine.
Ab diesem Mauerrest sind es noch etwa 300 m.


Und da ist sie: die Burgruine Landskrone.
1206 erbaut.
Der Basaltkegel, auf dem sie erbaut wurde, diente bereits als Thingstätte.


Leider ist nicht viel übrig geblieben.

Und da das "Gipfelkreuz" der höchste Punkt ist, müssen wir da natürlich hoch ...


Leider spielt das Wetter nicht wirklich mit, sonst könnte ich hier eine schönere Aussicht bieten.

Im unteren Bereich ist übrigens die Autobahnbrücke der BAB 61 zu sehen.



Draga wollte auch noch ein Beweisfoto für die Dobermanngruppen bei Facebook haben ;-)



Noch einen Blick nach links in grobe Richtung Sinzig ...




... und einen Blick nach rechts in grobe Richtung Meckenheim ...



... bevor wir uns wieder an den Abstieg machen.
Auf dem Aufstieg zur Ruine haben wir schon gesehen, dass ein Weg zur unterhalb gelegenen Kapelle abzweigt.
Den werden wir auch nehmen.




Nach kurzem Abstieg gehen wir zur Marienkapelle "Maria Hilf".

Hier soll sich vermutlich früher bereits eine heidnische Kultstätte befunden haben.

Erstmalig erwähnt wird diese Kapelle 1212.

Stille umgibt uns. Ein Besucher hält Andacht.

Während wir schon öfter an der Ruine waren, war der Besuch der Kapelle das erste Mal, dass wir diese Weg hinab gingen.

Fast bis hinunter nach Heppingen führt uns ein Pfad serpentinartig nach unten.

Ein wahrer Wandergenuss.


Dieses Wanderstück kann sich durchaus mit Traumpfaden messen.



Kurz vor Heppingen treffen wir auf den Rotweinwanderweg und folgen diesem auf dieser Treppe hinab in den Ort.


Wir wenden uns nach links und werfen fotografisch einen Blick zurück auf den "Lehrer-Jung-Platz" in Heppingen (hier rechts zu sehen).


Wir folgen weiterhin dem Rotweinwanderweg am Friedhof in Heppingen vorbei.
Ein Blick zurück: links im Bild ist die Landskrone zu sehen. Der helle "Fleck" ist die Marienkapelle.



Der Rotweinwanderweg begleitet uns jetzt nur noch ein kleines Stück.
Während er später links abzweigt (ein kurzes Stück nach diesem Bild), gehen wir am Hang nach oben.


Wir schrauben uns wieder in die Höhe.
Im Hintergrund ist wieder die Autobahnbrücke zu erkennen.


Man mag es kaum glauben, aber es geht doch heftiger hoch. Viel später ist dieses Bild nicht entstanden.

Aber auch dieses Teilstück ist gut zu schaffen.


Kurze Zeit später geht es in den Wald hinein und wir steigen hinab nach Gimmigen.
Der Wald bietet nicht wirklich interessante Einblicke, schützt uns aber ein wenig vor dem wieder einsetzenden Nieselregen.




Wir erreichen wieder die L80. In Blickrichtung befindet sich der Start- / Ausgangspunkt.






Fazit:

Mit Sicherheit kein Traumpfad / Traumschleife - obwohl ich gerade beim Abstieg von der Burgruine hinunter nach Heppingen das Gefühl hatte, auf einem solchen unterwegs zu sein.
Interessant ist auf jeden Fall der Besuch der Burgruine und der Kapelle.
Ich stelle immer wieder fest: Man muss nicht immer viele Kilometer fahren, wenn man sich auch mit "weniger" zufrieden geben kann. Vor allem, wenn es fast vor der Haustüre liegt.



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