Vier-Berge-Tour

Heute waren mein Rüde und ich auf dem Traumpfad Vier-Berge-Tour unterwegs.

Für den Nachmittag war Regen und Gewitter gemeldet, so dass wir bereits um 08:00 Uhr am Startpunkt aufschlugen und die Tour - wie vorgeschlagen im Gegenuhrzeigersinn - wanderten.




Dieser Traumpfad befindet sich bei dem Ort Bell (Mendig) in relativer Nähe zur BAB 61 und über die Ausfahrt Wehr zu erreichen.

Interessant ist, dass wir auf kurzem Wegstück eine gemeinsame Teilstrecke mit der Routenführung des Traumpfad Waldseepfad Rieden laufen werden.



Gestartet sind wir nicht auf dem Hauptparkplatz Ehrenmühle, sondern ein kleines Stück weiter auf dem Wanderparkplatz Schweinsgraben.



Direkt am Wegesrand weist uns ein Hinweisschild darauf hin, dass hier früher Steinbrüche (Layen) waren und direkt unter dem Mutterboden liegende Tuffsteinschichten abgebaut wurden.

Nachdem wir eine leider schon etwas ramponierte Holzbrücke überquert haben geht es den Pfad weiter und wir treffen auf einen Holzsteg.
Wir erfahren, dass sich hier in der Gegend eine große Anzahl an Ameisenhügel befinden und diese Brücke zum Schutz der darunter liegenden Ameisenstraße gedacht ist. Und tatsächlich herrscht reges Treiben.

Nun geht es leider eine wirklich lange Zeit durch einen nicht so interessanten Waldabschnitt. Leider sind die Wege auch Waldwege. Also kein Unterschied zum heimischen Wald.
Da muss ich Michael von Wandern12 beistimmen.
Irgendwann stoßen wir auf die "Aeiche". Laut Hinweisschild zwei eigenständig verwurzelte Eichen, die sich auf etwa einem Meter Höhe in Form eines "A" miteinander verbunden haben.




Viele Bilder machen wir im Wald tatsächlich nicht.
Wir sind auf dem ersten Berg angelangt: dem Gänsehals.
Und tatsächlich sind wir ein kleines Stück auf einer gemeinsamen Wanderstrecke mit der Route des Waldseepfades Rieden unterwegs.
Wir verzichten auf einen Abstecher zur Gänsehalshütte, da wir dort erst letzten Sonntag waren.
Es bietet sich aber an, einen kurzen Abstecher dorthin zu machen, wenn man den Riedener Pfad noch nicht gegangen ist.

Irgendwann trennen sich beide Traumpfade wieder.
Wir haben inzwischen den zweiten Berg, den Schmitzkopf, hinter uns gelassen.


Wir wandeln weiter durch den Wald und schauen uns eine weitere Aussicht an.
Wir sind in relativer Nähe zum dritten Berg der Wanderung: dem Sulzbusch.



Vor uns befindet sich die St. Florian - Schutzhütte, der wir einen kleinen Besuch abstatten ...




... und von dort aus einen Blick ins Nettetal werfen.



Wir treffen am Motocross-Gelände Ettringen ein, welches direkt an der Wanderstrecke liegt.
Wir sind so gegen 10:00 Uhr dort.
Es ist jedoch alles ruhig.


Links von uns sehen wir schon den vierten Berg, den Hochstein.
Uns schwant fürchterliches.

Wir wechseln auf die andere Straßenseite der L82 und treffen auf Höhlen im Tuffstein.




Für Balou groß genug ;-)


Aber jetzt gilt es, den wirklich steilen Aufstieg zu meistern.  In der Mitte des Aufstieges wird der Weg serpentinenartig nach oben geführt.
Hier ist wirklich Kondition angesagt. Ich kann nur empfehlen, diese Steigung behutsam zu nehmen. Zwischendurch finden sich jedoch auch zwei Sinnesbänke.


Zwei Drittel der "Bezwingung" haben wir geschafft und werfen einen Blick nach unten direkt auf die Landstraße.
Auf einer Strecke von etwa 200 Metern Luftlinie müssen wir ca. 100 Höhenmeter bezwingen.


Ein kleines Stück geht es noch weiter aufwärts, dann haben wir für längere Zeit keinen Aufstieg mehr.
Vor uns liegtder Aussichtspunkt Hochstein mit Blick zum Laacher See. Die Stufen sind für Balou aber zu hoch, so dass wir auf den Blick verzichten.
Direkt unter diesem Punkt befindet sich die Genovevahöhle.


Wir folgen dem Weg abwärts und treffen an der Höhle ein.
Eine Pfadfindergruppe verlässt diese gerade.
In einem Gespräch erfahre ich, dass sie zur St.-Jost-Kapelle unterwegs sind.
Leider haben sie keine richtige Wanderkarte dabei. So versuche ich den ungefähren Weg zu erklären. Diese Kapelle liegt ja auch auf der Wanderroute des Traumpfades Wanderather.



Es geht tatsächlich durch diese rechts neben der Höhle liegenden Steinen vorbei.




Beinahe wären wir daran vorbeigelaufen.
Zum Glück findet sich auch hier wieder ein Hinweisschild.

Diese Buche hat einen Umfang von etwa sechs Metern und dürfte im 17. Jahrhundert entstanden sein.










 
Es geht nun weiter abwärts und wir befinden uns in der Gemarkung "Auf em Sprung".
Geht ganz schön in die Knie.


Wir befinden uns schon in relativer Nähe zum eigentlichen Startpunkt der Route.
Es geht über Treppen ...




... und Holzpfade zum Schutz der Natur weiter ...



... bis wir zum Erlenbrunnen, einem Sauerbrunnen, gelangen.
Er wurde 1809 angelegt.




Da wir aber nicht hier gestartet sind, haben wir noch ein Stück des Weges vor uns.



Nach einem kurzen steileren Aufstieg geht es über Stufen und Treppen ...




... aber auch über Holzbrücken weiter ...



... bis wir schließlich im "Rauhbuur" erreichen.
Hier wurde laut Hinweis bis Mitte des letzten Jahrhunderts der Backofenstein geschlagen.



Danach wir der Weg wieder etwas langweiliger, bis wir an unserem Parkplatz angelangen.
Und ja: es geht auf dem schmalen Waldweg zum Parkplatz.





Fazit:
Interessanter Traumpfad mit einigen schönen Highlight, aber auch viel Waldstrecke.
Ich denke, die Verlegung des Startpunktes selbst war vernünftig, da die Wanderung vor Ende noch einmal mit einer schönen Besonderheit endet. Stellenweise forderte einem der Weg doch Kondition ab.
Für Hunde ist auf jeden Fall eine ausreichende Menge Flüssigkeit mitzunehmen.



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