Tomburg Rheinbach

Irgendwie war mir auch heute nach einer Wanderung zu Mute, zumal die Strecke am gestrigen Tag zu kurz ausgefallen war.
Da es schon etwas später am Vormittag war, habe ich mich für eine Querfeldeinwanderung entschieden, die auch nicht so weit von uns entfernt liegt und auch durch den Wald gehen sollte.

Die Entscheidung fiel, eine "Drauf-los-Tour" rund um die Tomburg bei Rheinbach-Wormersdorf zu machen. Damit ich auch weiß, welche Wege ich gehe, wurde die Outdooractive-App auf dem Smartphone aktiviert.


Gestartet sind wir auf dem Wanderparkplatz direkt an der Tomburg. Sie ist über Wormersdorf und dann die Verlängerung über die Tomberger Straße zu erreichen.
Schön ist, dass der Parkplatz selbst im Schatten liegt.
Leider waren auch hier Vollpfosten unterwegs, wie man am Wanderschild erkennen kann.



Direkt am Wanderparkplatz startet auch einer der vielen Wege. Da uns die angebotenen 5 Kilometer zu kurz waren, haben wir uns entschieden, erst einmal die Tomburg zu erobern.




Demnach folgen wir dem Schild und gehen auf den Wald zu.




Mittig im Waldstück führt dann ein Weg nach oben zur Burgruine.



Nach einigen wenigen - leicht zu schaffenden - Serpentinen erhaschen wir bereits einen ersten Blick auf die Tomburg.
 



Da haben wir doch auch gleich den passenden Türsteher gefunden.
"Du kommst hier net rein!".


Auf dem Plateau angekommen, genießen wir zunächst einmal die grandiose Aussichten.

Hier schauen wir in Richtung Köln. Dort, wo die Industriedämpfe zu sehen sind, ist Wesseling gelegen.




Ein kleiner Schwenk nach rechts und wir sehen in der Ferne das Siebengebirge.



Aber wir wollten uns ja eigentlich die Burgruine anschauen.
Die Höhenburg soll um 900 a.Ch. gebaut und um 1473 vollständig zerstört worden sein.
Es steht nur noch ein Teil des Bergfriedes.



Nachdem wir die Burg umrundet haben, finden wir noch einen Aussichtspunkt in Richtung der Eifel.
Wir befinden uns hier übrigens in der so genannten Voreifel.



Nach dem Abstieg gehen wir um den Wald herum und gehen auf dem Waldweg weiter geradeaus.

Immer wieder finden wir hier die Hinweisschilder auf das Naturschutzgebiet.


Die Strecke führt ausschließlich durch den Wald. Erst zu Beginn auf breiten Wegen, später sogar auf schmalen Pfaden.
An der ersten Kreuzung folgen wir dem Weg nach links. Ansonsten würden wir nur um die Tomburg herum gehen.



Dies trieb mir ein leichtes Grinsen ins Gesicht.
Scheinbar waren die Wanderschilder knapp und man musste Holz sparen ;-)

Wir gehen hier aber genau in die andere Richtung weiter.



Diesem Weg folgen wir nunmehr immer weiter geradeaus und biegen nirgends ab.

Kurz vor der Waldkapelle bei Rheinbach wird der Weg auch für kurze Zeit etwas schmaler.


Wir erreichen einen weiteren Wanderparkplatz an der Kapelle.
Diese liegt direkt an einer Landstraße.
Scheinbar scheint heute der Nürburgring gesperrt zu sein und diese Landstraße als Rennstrecke genutzt zu werden.





Eine Hinweistafel erklärt uns die Waldkapelle Rheinbach.

Sie wurde 1683 erbaut.
Weitere Informationen finden sich auch hier.



Rund um diese Kapelle finden sich die 14 Stationen des Kreuzweges.

Links ist die Station "Veronika reicht Jesus das Schweißtuch" zu sehen.

Zitat Wikipedia: "Das Schweißtuch der Veronika (Sudarium) ist ein Gegenstand der christlichen Legende. Nach der christlichen Überlieferung hat Veronika ihr Tuch Jesus von Nazaret auf dessen Weg nach Golgota gereicht, um Schweiß und Blut von dessen Gesicht abzuwaschen. Dabei soll sich das Gesicht Jesu auf wunderbare Weise auf dem Schweißtuch als sogenanntes Veronikabild eingeprägt haben."



Wir gehen wieder ein Stück zurück und treffen auf diese Wanderschilder.
Spontan entscheiden wir, dem Rundweg nach Eulenbach zu folgen.


Dieser Weg macht richtig Spaß.
Er hat nunmehr Pfadbreite erreicht und in besonders feuchten Waldstücken wurden Holzbohlen verlegt.




 Immer wieder treffen wir auf diese "Gehhilfen".



Alsbald treffen wir auch auf die "Alte Weiher", mehrere hintereinander liegende Weiher.
Der Weg ist nunmehr wieder breit und bleibt es auch bis zu Ende des Rundweges.



Es geht leicht aber stetig bergan.

Wir folgen hier einer Kehre des Wegverlaufes.


Jetzt treffen wir an einer Schutzhütte ein.
Ein Blick auf die Wanderapp zeigt, dass der Weg geradeaus direkt wieder zum Startpunkt führen würde.
Also entscheiden wir uns, hier nach rechts zu gehen und das Ende noch ein wenig hinauszuzögern.





Wegweiser zeigen uns, wohin es gehen könnte.



Der rechte Weg steigt wieder unmerklich an.
Wenn der breitere Weg nicht wäre, würde man meinen, durch den Urwald zu gehen.
Hohe Farne säumen den Weg.




Der Weg ist nun etwas eintöniger.
Allerdings überrascht uns dann diese schöne Sitzgelegenheit.



Der Weg führt uns kurz hinter den vorherigen Bänken nach links und wir sehen die Tomburg näher rücken.





Noch ein kurzes Stück Asphalt unter den Füßen.
Mittig links im Bild müssen wir hin. Dort ist der Wanderparkplatz, an dem unser Auto steht.






Fazit:

Bestimmt kein Wanderweg, für den sich eine lange Anfahrt lohnen würde.
Fast ausschließlich geht es durch den Wald hindurch.
Gerade das war aber heute recht angenehm für Hund und Hundler.
Er hat aber irgendwie Spaß gemacht.

Hinweis:

Der Wanderweg hat keine eigenständige Beschilderung. Wir waren auf verschiedenen Teilstücken der ausgewiesenen Wanderwege unterwegs.



Kommentare

Elke Bitzer hat gesagt…
Hallo ihr Zwei oder drei? Mit Hund gezählt natürlich.
Eine einfach drauf los Tour wäre bei mir auch mal wieder fällig, aber solche Schönheiten wie ihr, hätte ich in der näheren Umgebung nicht :-(

Schöne Tourbeschreibung und euer Wuff ist ja wirklich lässig, wie der da immer so rum sitzt :-)

LG Elke
Mungo hat gesagt…
Hallo Elke.

Gestern waren nur die beiden Rüden unterwegs. Sprich mein Hund und ich ;-).

Du hast Recht, manchmal muss man gar nicht so weit fahren.
Wir wohnen genau richtig - lach.

LG Mungo
pierre hat gesagt…
Einfach mal drauf los gehen kann zu sehr schönen Touren führen, gefällt mir!