Murscher Eselche

Heute wollten wir einmal ohne Hunde wandern gehen.
Schande über uns ;-)

So entschlossen wir uns, die Traumschleife Murscher Eselche zu gehen.
Selbige liegt im Hunsrück und stand schon länger auf unserer Liste - nicht nur, weil er als schönster Wanderweg 2013 nominiert ist.

Um es vorweg zu nehmen: wir waren wirklich begeistert!!!

Schon die Anfahrt über die Moselstrecke hat uns begeistert.





Wir starten unsere Wanderung vom Parkplatz an der Jakob-Kneip-Eiche.
Hier ist ausreichend Platz vorhanden.






Wir gehen die vorgeschlagene Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn und passieren somit die zuvor erwähnte Eiche als ersten Wegpunkt.
Der Name dieser Eiche ist dem 1881 in Morshausen geborenen Dichter Jakob Kneip gewidmet.

Diese Wegmarkierung begleitet uns den gesamten Wanderweg.
Die Beschilderung kann man nur als vorbildlich bezeichnen.
So viele Markierungen habe ich bislang auf kaum einer anderen Wanderung gesehen.

Hoffentlich fallen sie keinen Souvenirjägern zum Opfer.



Wir gehen ein kleineres Stück durch Morshausen zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung.
Bereits nach wenigen Metern ausserhalb erwartet uns eine wunderbare Aussicht und die erste Sinnesbank.



Nach etwa anderthalb Kilometer Wanderung treffen wir auf einen umgestürzten Baum.
Ob man den wohl vergessen hat wegzuräumen ?


Nein. Natürlich nicht.
Es handelt sich um einen alten Birnbaum, der zur Sitzgelegenheit mit Tisch umfunktioniert wurde.

Ich glaube, so etwas brauchen wir auch noch für unseren Garten ;-)



Direkt daneben befinden sich drei Grubengeister, die aus Baumstümpfen modelliert wurden.




Ein erster Blick nach links. Dort müsste sich auch das Baybachtal befinden.


Und schon wieder treffen wir auf eine Sinnesbank.
Wir müssen mal schauen, was die kosten und uns eine in den Garten stellen.
Ein gemeinsames Bild beim Wandern ;-)
Dank Zeitauslöser von 10 Sekunden.





Zu Beginn des Zechenpfades abwärts in das Baybachtal treffen wir auf "Jupp", den Zechenarbeiter.
Eine Infotafel erklärt uns, dass hier an die Grubenarbeiter erinnert wird, die vor etwa 150 Jahren von Morshausen ihren täglichen Weg zur Grube Theresia hier begingen.




 Auf diesem Pfad geht es mal aufwärts ...





... mal abwärts.



Natürlich mehr abwärts ;-)
Erlebniswandern pur!







Ein guter und auch schöner Abstieg über diese so genannte Baumtreppe.


Alsbald treffen wir auf die ehemalige Erzgrube Theresia.
Durch einen Filmbeitrag hatten wir schon zuvor erfahren, dass dieses Grubensystem zum Ende des II. Weltkrieges als Schutz vor dem Artilleriebeschuss der anrückenden amerikanischen Soldaten diente.


Gleiche Stelle, nunmehr aber Blick in die andere Richtung.

Tische und Bänke laden hier zum Verweilen ein.
In der Ferne kann man schon den Forellenhof erkennen.
An diesem werden wir im weiteren Verlauf vorbei gehen.



Wir haben den Talgrund erreicht und sind schon in unmittelbarer Nähe zu dem Forellenhof.

Da wir aber noch nicht hungrig sind, passieren wir diese Stelle und gehen an den Weihern vorbei.

Bislang sind wir etwa 4,5 Kilometer gewandert.



Als nächstes stoßen wir auf das alte Zechenhaus, welches um etwa 1860 erbaut worden ist.



In einer kleinen Schleife finden wir die nächste Sinnesbank und machen eine kleine Vesper mit schönem Ausblick.




Wir laufen am Baybach vorbei und überqueren diesen das erste Mal über diese Brücke.



Natürlich bestaunen wir den Wasserfall ;-)
Nein. Im Ernst.
Irgendwie romantisch und beruhigend.


Vorbei geht es an der Franzenmühle.

Hier würden wir gerne wohnen.
Ist aber ein bisserl weit zur Arbeitsstelle ;-)



Erneut überqueren wir den Baybach.

Wer möchte findet hier auch noch einmal großzügige Sitzgelegenheiten.
Denn ab jetzt geht es nur noch bergauf!

Wir haben jetzt etwa 7,5 km Wanderung hinter uns.



Neben den Markierungen der Traumschleife findet sich auch dieser hölzerne Wegweiser.





Wir treffen auf "Hampit - den Jäger", einer Romanfigur von Jakob Kneip.




Vor uns liegt das Moorshausener Eselchen.
Der Namensgeber der Tour.

Was wir noch nicht wissen: von da oben gucken wir bald runter ...





Doch zunächst geht es noch abwärts zum "Haaks Köppsche".



Nur noch 400 Meter zum Eselche.
Dies aber recht schnell nach oben.
Keine Sorge. Schon etwas anstrengender, aber über die Serpentinen gut zu schaffen.


Wir schrauben uns also langsam nach oben auf teils steinigem Boden.

Ein wenig schwindelfrei sollte man schon sein.



Ganz unten auf dem Weg sind wir vor kurzem noch gegangen.


Eine Bank lädt zum Verweilen ein.

Wir sind nun am Eselche angelangt. Der Weg führt aber noch weiter nach oben.



Wir treffen auf eine der "Schönen Aussichten".
Ein grandioser Blick erwartet uns.


Einfach einmal die Seele baumeln lassen.

Ein Hinweisschild weist uns darauf hin, dass wir (ohne Berge, Erde wäre eine Scheibe etc.) und mit guten Augen in knapp 1500 Km Entfernung Palermo (Italien) sehen könnten ;-)

Von hier aus geht es weiter bis zum Startpunkt der Wanderung.



Fazit:

Was für ein Weg. Was für eine Wanderung. Welch ein Erlebnis.
Absolut zu empfehlen.
Bei der Beschreibung dieser Wanderung jetzt in diesem Augenblick kommt schon wieder ein wohliges Gefühl hoch.
Unbedingt auf die Wunschliste setzen.

Hinweis:

Festes Schuhwerk ist hier wegen einiger Passagen Pflicht.
Hunde würde ich nur mitnehmen, wenn sie absolut im Gehorsam stehen und Mensch und Hund ein Team sind. Spätestens an den Passagen am Eselche ist Leine als Sicherung für den Hund in meinen Augen Pflicht.
Ausser dem Baybach gibt es keine Möglichkeiten für Hunde, Flüssigkeiten zu sich zu nehmen.
Also genügend mitnehmen.


Kommentare

Elke hat gesagt…
Das wohlige Gefühl hatte ich auch. Der Weg ist ein Knaller :-)

Sehr schöne Fotos habt ihr mit gebracht
LG Elke
Mungo hat gesagt…
Hatten doch vorher auch schon bei Dir geguckt ;-)

LG: Mungo