Masdascher Burgherrenweg

Heute stand die dritte Traumschleifenwanderung an. Diesmal mit Hunden ... ;-)

Nach "Studium" diverser Internetseiten, Wanderführern etc. haben wir uns eigentlich sehr schnell für den "Masdascher Burgherrenweg" im Hunsrück entschieden.
Die Beschreibungen der Strecke ließen erahnen, dass es keinesfalls langweilig werden dürfte.

Um es vorweg zu nehmen: Wir wurden nicht enttäuscht.
Und noch eine kleine Warnung: gleich kommen ganz viele Bilder ;-)





Gestartet sind wir nicht im Ortskern selber, sondern direkt an der Grillhütte bei Mastershausen, einer Ortsgemeinde der Stadt Kastellaun.

Wir hatten Glück. Als wir gegen 08:45 Uhr ankamen, waren wir die Einzigsten dort.

Schon die Informationstafeln machen Appetit auf den Rest der Wanderung.



Etwas seltsam sind die "Masdascher" schon.
Wieso werden die Hundehütten auch so hoch in den Baum gebaut ?



Zudem macht scheinbar auch die Piratenpartei hier heute eine Wahlkampfveranstaltung und hat die Bühne schon aufgebaut.

Nee. Alles Quatsch. Direkt an der Grillhütte befindet sich die Freizeitanlage im Hallgarten.


Wir folgen der auf dem ganzen Weg vorbildlichen Wegführung und werfen alsbald einen Blick zurück auf Mastershausen.
Ein wenig Sorge haben wir schon. Für den Nachmittag sind Gewitter gemeldet.





Nach einem kurzen Stück durch den Wald an der Rastbank "Zu Fuchslöchern" geht es bergab, bis wir zum Windwurf kommen.

Eine Hinweistafel erläutert, dass dieser Windwurf im Februar 2010 durch den Orkan Xynthia entstanden ist.




Ein schmaler Pfad bringt uns bis in das Tal hinein.








Zwischendurch - auf halber Höhe - findet sich wieder eine unserer heißgeliebten Sinnesbänke.

Wenn noch jemand ein Geschenk für uns sucht ...



Nicht mehr weit und wir haben den Talgrund erreicht.



Hier wechseln wir über eine Holzbrücke auf die andere Seite des Masterhausener Baches.



... um kurze Zeit später erneut die Bachseite zu wechseln.
Kurzweil pur.
Wir werden noch ein paar Mal die Bachseiten wechseln.


Wir treffen am Katzenloch ein.
Unsere Hunde suchen verzweifelt nach dieser Jagdbeute ...

Nee. Auch Blödsinn.
Unsere Hunde leben bei uns mit unseren Katzen zusammen.





Bald folgen wir dem Bachlauf auf "verwunschenen" Pfaden.
Moos bedeckt die Bäume.


Wir sind an den Resten der Bucher Mühle angelangt, die bis 1946 noch in Betrieb war und vermutlich um 1700 errichtet wurde.




Kurze Zeit später treffen wir auf diese Holzbrücke.
Hier befand sich früher die Mohre Mühle, die um 1901 abbrannte.


Kein weiterer Wanderer ist uns bislang entgegen gekommen. Und das bleibt auch so, bis wir wieder den Ausgangspunkt erreichen.
An der Landschaft / der Traumschleife kann es nicht gelegen haben. Vermutlich nur am Wetter selbst.

Aber wir werden scheinbar "gezählt". Wir laufen an einer Lichtschranke vorbei.




Wir nähern uns jetzt der Burgruine Balduinseck.

Leider ist der Zugang derzeit aufgrund Sicherungs- / Erhaltungsgründen verwehrt.

Schade. Aber sinnvoll.



Der Weg führt uns um die Burgruine herum und letztlich durch diesen begehbaren Tunnel unterhalb der L203 am Mastershausener Bach vorbei.



Nach einer kurzen Brotzeit geht es weiter.
Natürlich erneut über eine Brücke ;-)



Und ja. Hier - "In der Au" - geht es jetzt an einer Sicherungsleine hoch.
Dieses Wegstück ist etwas schmaler und steiler, allerdings nur für ein ganz kurzes Stück.







Wir wandern an der "Kaspers Mühle" vorbei.
1956 wurde die Mühltätigkeit eingestellt. Sie befindet sich nunmehr in Privatbesitz.


Ein weiterer etwas steilerer Abschnitt folgt.
Aber auch dieser ist zu schaffen, da er nicht zu lang ist.
Eine Sinnesbank mit schöner Aussicht entschädigt für das Schwitzen.


Hier sind wir schon ein wenig weiter seit dem letzten Bild unterwegs.
Nach Erreichen des "Herges Garten" geht es zunächst wieder abwärts ...




... und kurze Zeit später wieder aufwärts.


Kurze Trinkpause auf dem "Burgberg".
Hier soll sich vermutlich eine keltische Siedlung befunden haben, die später von den Römern übernommen und erweitert wurde.

Irgendein Schmierfink musste sich schon zweimal im Holz verewigen. Scheinbar war er auch mit "dogs" unterwegs.
Nein. Wir waren es nicht.





... uuuund wieder abwärts.
Teilweise geht es hier neben dem Pfad steil bergab.
Für Zweibeiner kein Problem.
Wer hier Hunde ohne Leine laufen lässt ist es selber Schuld !


Wir schrauben uns weiter hinab ins Tal hinein - vorbei an einem römischen Brunnen.

Geht ganz schön in die Kniegelenke.
Ja. Wir werden alt.


Da wir immer wieder auf Bachhöhe kommen, laben sich hier die Hunde an glasklarem Wasser.

Diesmal dürfte es der Mörsdorfer Bach sein, dem wir folgen.

An einer weiteren Rastgelegenheit findet sich ein klitzekleiner Ausschnitt einer Wanderkarte.
Sie weist darauf hin, dass man dem regulären Weg  oder dem rechts daneben "leichteren Weg" folgen kann. Beide führen wieder zusammen, ohne dass eine Attraktion verpasst wird.
Wir sind das schwerere Stück gegangen.
Sind ja auch keine Warmduscher ;-)

So oder so treffen wir an dem ehemaligen Erzbergwerk Apollo ein (siehe auch Foto zuvor).
Der Stollen soll etwa 140 Meter Länge haben.

Wunderbar, mit wieviel Liebe hier auf dieses Bergwerk hingewiesen wird. (ebenfalls Bild oben).

Einfach nur schön!






Kurz hinter dem Erzbergwerk geht es schon links den Berg hinauf.


Damit dies gut funktioniert, wurde ein Zick-Zack-Pfad angelegt und auf halber Strecke eine Sitzmöglichkeit vorgehalten.

Auch hier ist die Strecke nicht allzu lang und vernünftig zu schaffen.


Bald haben wir den Wald hinter uns gelassen, überqueren erneut die L203 und hätten eine weitreichende Aussicht hinter uns liegen.
Leider zieht es sich immer weiter zu, so dass nicht viel zu sehen.


Als nächstes erwartet uns der Galgenturm.
Laut Infotafel befand sich hier tatsächlich in unmittelbarer Nähe ein Galgen.
An der Stelle wurde 2008 im Stile eines römischen Wachturmes ein Aussichtsturm gebaut.
Realistisch wird dies auch durch die Holzpalisaden.




Ein paar hundert Meter weiter stehen wir an dem "Naturdenkmal Eiche".

Sie stammt vermutlich aus der Zeit um 1500 n. Ch.

Laut der Hinweistafel wurde sie mehrfach vom Blitz getroffen und ist im Inneren ausgebrannt.
Dies hindert sie jedoch nicht, jedes Jahr erneut im Blätterkleid zu erstrahlen. Seit 1972 ist diese Eiche ein Naturdenkmal.



Nur noch wenige hundert Meter bis zum Startpunkt.

Noch einmal kurz posieren für den Bericht.




Zum krönenden Abschluss wandern wir noch kurz an einem Rehgehege mit einem stolzen Bock vorbei.






Fazit:

Absolute Begeisterung für diesen Wanderweg.
Liebevoll gestaltet, nicht zu schwer, Erlebnisse zu Hauf.
Es sind auch die Kleinigkeiten, die uns begeistern. Seien es die Holzscheiben auf feuchtem Grund, seien es die vielen Holzbrücken, seien es die vielen Rastmöglichkeiten ...
Das sucht seinesgleichen.
Die Zeit verging wie im Flug.
Mit Pausen sind 4:30 Stunden als realistische Wanderzeit anzusehen.
Keine Minute davon ist verschwendet.
Großes Lob.

Und wir hatten sogar in gewisser Weise Unterstützung während der Wanderung.
Frau Boos-Vogt von der Tourist-Information Region Kastellaun hatte sogar Live-eMail-Kontakt mit uns bei der Wanderung ;-)

Und noch ein nicht unwichtiger Hinweis:

Etwa 85% der Wanderstrecke hatten wir keinen Handyempfang (o2-Netz).
Also nichts übertreiben, Pausen machen und einfach nur genießen und wohlfühlen.


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