Kottenforst Villiprott

Auch heute waren wir unterwegs. Passgenau zwischen den Regenschauern.

Da mir von der gestrigen Wanderung noch ein wenig die Knie schmerzten und der Spritpreis derzeit zu hoch ist, entschieden wir uns für eine gerade Strecke in relativer Nähe zu uns zu wandern.

Wandern ? Ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen. Nennen wir es "Hunde lüften" im Wald.
Und da ein Wald bekanntlich nicht viele Motive bietet, möchte ich hier ab und an etwas mehr an Informationen liefern.



Gestartet sind wir auf dem Wanderparkplatz bei Villiprott, welches zur Gemeinde Wachtberg gehört.

Parkplätze sind am Forsthaus Schönewaldhaus genügend vorhanden.

Das Wanderschild zeigt eine Übersicht über den Naturpark Kottenforst.





Wir treffen hier auf den Hauptwanderweg 1 des Eifelvereines und auf die Wanderwege Wachtbergs.

Der Kottenforst ist ein etwa 40 km² großes Waldgebiet südlich, westlich und nordwestlich von Bonn. Er gehört zum Naturpark Rheinland (1.045 km²) und bildet dessen Ostrand. (Quelle)

In diesem Bereich sind die Wege breit und meist asphaltiert.
Da es hier fast überall ebenerdig ist, treffen wir unterwegs auf eine Vielzahl Wanderer, Fahrradfahrer, Jogger, Hundeausführer.

Der Name Kottenforst stammt von dem keltischen 
Wort „coat“ für Wald ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er bereits im 7. Jahrhundert als fränkisches Königsgut. Um 1727 wurde der Kottenforst erstmals systematisch vermessen, um Alleen für die Parforcejagd anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen. (Quelle)


Über den "Communicationsweg" - einem Verbindungsweg zwischen zwei Dörfern - laufen wir in Richtung des Jägerhäuschens weiter und treffen kurz zuvor rechts auf einen Weiher.







Es ist ruhig hier.





Enten schwimmen auf dem Wasser.
Eine Holzbank lädt zum Verweilen ein.









Und da ist es. Das Jägerhäuschen im Kottenforst bei Bonn, eine um 1730 bis 1740 gebaute Unterkunft und ehemalige Station für die Parforce-Jagden des Kölner Kurfürsten Clemens August. Es steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. (Quelle)





Was leider fehlt ist die sogenannte "Dicke Eiche", die sich hier befand.
Als Kind war ich häufig  mit meinem Großvater hier spazieren gewesen und immer beeindruckt von diesem Baum gewesen. Ich verbinde ein kleines Stück Kindheitserinnerung an sie.
Leider hat sie den Witterungen nicht standhalten können und ist im Dezember 2010 in der Länge nach umgekippt.




Über die Merler Bahn nähern wir uns nunmehr dem Meckenheimer Ortsteil Merl bzw. der dortigen Abfahrt der Bundesautobahn 61.

Vorher wechseln wir jedoch auf einen Wander- und Reitweg.




Langsam erreichen wir unser Fahrzeug.
Der Himmel verdunkelt sich. Lange dauert die nächste Regenschauer nicht mehr.





Fazit:
Man könnte stundenlang durch den Kottenforst wandern - selbst wenn er nicht wirklich anstrengend ist oder großartige Besonderheiten aufweist.
Leider wissen das auch viele andere. ;-)



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