Höhlen- und Schluchtensteig

Für unsere letzte Sommerurlaubswoche haben wir uns zum einen den Traumpfad "Höhlen- und Schluchtensteig" bei Kell (Brohl) aufgespart.
Heute war es soweit.

Aufgrund der gemeldeten Temperaturen (bereits um 11:00 Uhr um die 25 Grad Celsius), haben wir beschlossen, dass wir spätestens um 07:30 Uhr die Wanderstrecke wegen der Hunde anfangen wollen.

Es war die richtige Entscheidung gewesen. Auf dem letzten Stück zum Auto auf freiem Feld gegen etwa 12:00 Uhr brannte der Planet auf uns nieder.





Das obligatorische Wanderschild zum Traumpfad direkt am Parkplatz.




Da der größere Wanderparkplatz direkt auf ebener Fläche liegt, ist die Fahne schon in der Ferne zu sehen.



Man kann nicht nur am Startpunkt erkennen, dass es sich um einen der neueren Traumpfade handelt.
Es wurde sich sehr viel Mühe gegeben, ihn zu einem Erlebnis zu machen.



Wir wandern die vorgeschlagene Route: im Gegenuhrzeigersinn. Anders herum wäre er ab dem Jägerheim für uns Ungeübte zur Qual geworden.
Es geht ein kleines Stück an der Kreisstraße weiter, bis wir über diese wechseln.
Die Straße ist recht gut einzusehen - wenn dann mal ein Auto kommt, hat man das Gefühl auf einer Nebenstrecke des Nürburgringes zu gehen.



Auf der anderen Seite angekommen, machen wir schnell ein weiteres Foto.
Wie man im Hintergrund sehen kann, ist es - mit Blickrichtung Rhein - noch sehr diesig.



Schon die ersten Meter dieses Traumpfades begeistern uns.
Auf der ersten Hälfte der Wanderstrecke sind alle paar Meter Sitzgelegenheiten zu finden.



An einem einzelnen Baum findet sich eine einzelne Bank.
Wie romatisch ;-)




Wir gehen auf kleinerem Schotter des Weges entlang an bis zur Krayermühle an der K58...


... und wechseln nach kurzem Stück auf die andere Seite am Dammhof vorbei in Richtung Pöntermühle.

Erst am Pönterbach selbst hätten die Hunde Gelegenheit, Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Also: Genügend mitnehmen.


Es geht nunmehr über eine Holzbrücke über den Pönterbach.
Jetzt kommt ein etwas steileres Wegstück.
Wir schrauben uns nach etwa 4,5 Kilometer Wegstrecke von etwa 150 m NN auf 250 mm NN innerhalb von etwa einem Kilometer in die Höhe.



Ein etwas anstrengenderes Wegstück nach dem Abstieg bisher.
Aber dennoch gut zu schaffen.




Zwischendurch gönnen wir uns eine kleine Pause und trinken etwas.



Alsbald geht es auf fast gerader Strecke weiter und wir können sehen, wie hoch wir gekommen sind.




Die atemberaubendste Aussicht auf diesem Traumpfad erreichen wir nach etwa 7 Kilometern Wegstrecke: die Schöne Aussicht.
Blicke auf's Brohltal.
Absolut fantastisch.


Von hier aus sind es nur noch etwa 400 Meter bis zum Jägerheim im Brohltal.
In einer Vielzahl von Serpentinen werden wir nun auf das Straßenniveau im Brohltal hinuntergehen.






Ich denke, es wird ein kleines bischen ersichtlich, warum es gut war, dass wir den Traumpfad nicht im Uhrzeigersinn gegangen sind.



Letztlich erreichen wir das Jägerheim im Brohltal.
Direkt dahinter - nach Überquerung der viel und schnell befahrenen Straße - treffen wir auf den Eingang zu den Traßhöhlen.



Das Schöne ist, dass der Traumpfad durch die Höhlen geht.
Eine Beschreibung des Traßabbaus und der Entstehung findet man auch hier.





Wir wandern also weiter...




... und gehen bald an der Fahrtstrecke des Vulkan-Expresses vorbei...



... bis wir nach kurzer Strecke auf die nächste durchgehbare Höhle treffen.



Schade ist nur ein wenig, dass diese Höhlen zu nah an der "Zivilisation" liegen.
Scheinbar wird hier schon mal gegrillt und Altpapier entsorgt.
Wir landen wieder an der Straße, gehen ein kleines Stück links und wechseln an einer Kurve die Straßenseite.


Wir gehen nun hoch zur dortigen Klinik und hinter dieser wieder in den Wald hinein.
Nach kurzer Strecke treffen wir auf ein interessantes geologisches Highlight: Während die obere Schicht etwa 13.000 Jahre alt ist, ist die untere Schicht 350.000.000 Jahre alt (kein Schreibfehler).


 Die Eindrücke nehmen kein Ende.
Wenige hundert Meter später treffen wir auf die Klosterruine Tönisstein.
Leider ist nur noch eine alte Mauer vorhanden.
Vermutlich 1390 gebaut und 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst worden (laut einer Hinweistafel).



Kaum haben wir die Ruine passiert treffen wir erneut an der L113 ein.
Wir überqueren sie aber noch nicht, sondern gehen parallel dazu rechts in die Wolfsschlucht hinein.




Obwohl die Landstraße links neben uns liegt, sind wir hier in einer anderen Welt gelandet.




Eine der meistfotografierten Baumwurzeln auf diesem Traumpfad. ;-)




Wir nähern uns dem klitzekleinen Wasserfall...




... und werfen einen Blick darauf.



Jetzt führt uns eine Treppe wieder hinauf an die Landstraße, welche wir jetzt überqueren.




Als nächstes Ziel folgt der Römerbrunnen.




Leider keine Möglichkeit zum Trinken für die Hunde.


Die letzten Meter liegen an. Wir können die Fahne schon sehen.
Es ist immer noch diesig, ansonsten könnte man im Hintergrund das Siebengebirge sehen.

Jetzt drückt die Sonne schon mächtig




Wir sind angekommen und brauchen das interessante Gimmick nicht ausprobieren.






Fazit:

Dieser Traumpfad hat uns wahrlich begeistert. Er erschließt sich einem schon auf dem ersten Wandermeter und wird auf der gesamten Strecke nicht langweilig. Im Gegenteil.
Nach der ersten Hälfte der Wanderung wird man nahezu von Besonderheiten umgeben.
Nur zu empfehlen.
Genügend Wasser mitnehmen. Ausser dem Pönterbach und dem Wasserfall in der Wolfsschlucht gab es für die Hunde keine Möglichkeit, an Bächen zu trinken. Unsere mitgeführten drei Liter Wasser für die Hunde waren fast aufgebraucht.

Tipp:

Die Beschreibung desselben Traumpfades von Elke.


Kommentare

Elke hat gesagt…
So nun kann ich :-)
Erstmal danke für den Link zu meinem Blog :-)

Die Fotos könnten mich ja glatt reizen wieder dort in der Gegend los zu wandern, aber mir fehlen noch 6 der Traumpfade.
Irgendwann treffen wir uns hoffentlich mal bei einer der Wanderteufeltouren, einschließlich eurer Vierbeiner, hoffe ich
Liebe Grüße
Elke