Eisenweg Ahrweiler

Die letzte Wanderung lag schon etwas zurück. Seit einer Woche hat mich die Arbeit wieder und die Arbeitszeiten ließen keine frühere Wanderung zu.
Da dann auch gestern noch der Wagen außerplanmäßig in die Werkstatt musste - zum Glück war es nicht teuer - hatte ich mir für heute eine Tour in der Nähe ausgesucht: Den Eisenweg als Teil der "Historischen Route".
Mit knapp elf Kilometer Länge schien sie auch genau richtig zu sein.
Also flux den Rüden eingetütet und ab zum Startpunkt.





Gestartet sind wir am Wanderparkplatz "Alte Mauer" an der L48 zwischen Ahrweiler und Ramersbach.
Hier ist ausreichend Platz vorhanden.




Wir halten uns rechts und gehen den Weg hoch.
Als Wanderzeichen gilt grundsätzlich das "h" für die "Historische Straße". 


Nach dem ersten etwas längeren Aufstieg finden wir ein Schild und erfahren, dass sich hier das "Gräberfeld der römischen Eisenschmiedesiedlung mit Stein-, Urnen-, Ziegelplatten- und Brandschüttungsgräber" befindet.
Wie gewohnt: wir sehen nicht wirklich etwas davon.



Der Weg macht etwas später eine kleine Schleife zu der "Römerzeitlichen Anlage An den Maaren".
Hier wurde Eisen produziert.



Römer haben wir aber keine mehr gesehen.


Es geht im Grunde genommen fast ausschließlich durch Wald und somit auf Waldwegen.
Hier lichtet sich der Wald das erste Mal für ein kurzes Stück.
Nein. Auch hier keine Römer zu sehen.


An einer grünen Schutzhütte führt der Weg zu einem Basaltsteinbruch "Alte Mauer".
Irgendwo hier sind noch Überreste eines Walls - so die Hinweistafel - in Form einer "mächtigen" Steinhäufung zu sehen.
Entweder brauchen wir beide eine Brille oder wir sehen auch hier mal wieder nichts.



Wir erreichen erneut die Landstraße, bleiben aber rechts von ihr.
Wir sind übrigens nicht die einzigen Esel, die heute unterwegs waren.


Vor uns in Sichtweite liegt der Ort Ramersbach.
Dort werden wir später durchgehen.
Vielleicht schon einmal vorab: Bis kurz in den Ort hinein war die Beschilderung noch vorzüglich ...



Wir werfen einen Blick nach links.
Aus dieser groben Richtung sind wir gekommen.
In der Ferne könnte man - bei gutem Wetter - das Ahrtal sehen.



Balou war ein wenig enttäuscht. Keine Römer gefunden.


Nachdem wir Ramersbach durchquert haben, haben wir das erste Mal den Anschluss an die Historische Straße verloren und wandeln etwas verwirrt umher.
Ok. Wir müssen den Berg ja wieder runter.
Irgendwann treffen wir dann eher zufällig wieder auf die Historische Straße. Hier gehen wir noch davon aus, dass wir etwas übersehen haben.

Wir landen wieder - wie kann es anders sein - im Wald. Ewig lang. Trostlos. Breite Waldwege. Keine Highlights mehr.
Ach doch. Ein weiteres Hinweisschild. Verdeckt durch gefällte und aufgetürmte Baumstämme.
Hier war also einmal der "Römische Gasthof im Tiefbachtal". So so.
Ich hab ja schon viel Phantasie. Aber hier erkenne ich nun wirklich nichts mehr.




Wir wandern also auf der "Historischen Straße" weiter und langweilen uns zu Tode.
Da hätte ich mir aber schon mehr versprochen als ellenlange Wege durch den Wald und ohne Sitzgelegenheiten etc.
Ab hier habe ich die Kamera nun wirklich nicht mehr hervorholen müssen.

Hinzu kam dann auch noch, dass die Beschilderung nur noch sporadisch vorhanden war und an Wegkreuzen, von denen es viele gab, keine mehr zu erkennen waren.
Leider gab es auch keinen Handyempfang mehr und die Wanderkarte auf dem Smartphone konnte nicht geladen werden.

Wir haben uns richtig verfranzt und kamen dadurch auch knappe 15,3 Kilometer insgesamt.


Fazit:

Finger weg. Die Siedlungsanlage war noch interessant. Den Rest kann man sich sparen.
Für die Hunde muss Flüssigkeit mitgeführt werden.

Update vom 12.12.2015 findet sich hier.