Burgstadt-Pfad

Die letzten Sommerurlaubstage stehen an. Der Sommer hat uns endlich gefunden.

Leider viel zu warm, um mit den Hunden eine größere Wanderung am heutigen Tage zu machen.
Aber bewegen wollten wir Zweibeiner uns schon.

Traumpfad ohne Hunde ? Geht gar nicht.
Also schnell in die Wanderbücher zu den Traumschleifen geschaut und uns für den knapp 7,5 km langen Burgstadt-Pfad bei Kastellaun im Hunsrück entschieden.

Im Anschluss an die Wanderung haben wir dann noch die Stadt selbst mitsamt der Burg Kastellaun besucht.
Ich denke, wir kamen dann doch auf 11 Kilometer.








So sieht das so genannte Startportal aus, an dem der Burgstadt-Pfad beginnt.
Vorher müssen wir jedoch unseren Wagen parken (Parkflächen unterhalb des ALDI auf der Südstraße) und suchen dann doch ein bisschen den Zuweg zum Pfad.
Es geht direkt an der Jugendeinrichtung FUNtasie vorbei.
Links von dem kurzem Zuweg führt irgendwann auch ein "Barfußpfad" entlang. Dieser wäre aber kostenpflichtig.



Unser erstes Traumschleifen-Schild.

Nein. Wir haben es natürlich da gelassen, wo es auch hingehört.



Der Weg führt uns im Gegenuhrzeigersinn zunächst am Waldrand entlang.


Besonders schön empfanden wir im übrigen die häufig wechselnden Wege / Pfade etc.
Einem offiziellen Hinweisschild können wir entnehmen, dass diese Pfade für Fahrradfahrer tabu sind.



Nach etwa 400 m Wegstrecke treffen wir auf eins der typischen Hinweisschilder dieser Traumschleife.
In diesem Fall ist es das Biomasse-Kraftwerk.
Am oberen Rand dieser Schilder ist die Burg Kastellaun nachempfunden.


Ich finde, das Wort "Biomasse-Kraftwerk" hat etwas befremdliches an sich.
Da ich auch keine Ahnung hatte, was uns erwartet, waren wir dann doch überrascht.
Das sieht ja sogar idyllisch aus.



Knapp 500 Meter des Weges weiter treffen wir auf die Kreisstraße 27, welche wir überqueren.
Wir sind nun im "Pfingstwald".


Auf wechselnden Wegen und Pfaden folgen wir der Traumschleife und erreichen nach etwas mehr als einem Kilometer Wanderstrecke vom Startpunkt aus mehrere interessante Sehenswürdigkeiten.

Rechts vom Pfad finden sich mehrere Baumstümpfe.
Das Hinweisschild "Blick in den Baum" offenbart uns, was hier zu finden ist.
Wir schauen uns die Baumstümpfe an, raten, um welchen Baum es sich handelt und öffnen eine direkt mit Scharnieren versehene Klappe.
Dort steht dann, ob wir richtig lagen oder auch nicht.


Direkt links daneben befindet sich das "Insektenhotel".
Zur Zeit scheinen dort zumindest keinen sichtbaren Gäste zu hausen.



Ein paar Meter weiter findet sich links das "Klangspiel" neben einer Sinnesbank.



Und wieder ein paar Meter weiter das "Grüne Klassenzimmer".
Es geht im übrigen direkt rechts an dieser Sprunggrube vorbei.


Erst dachten wir, dass hier eine Hinweistafel ohne Hinweise steht.
Es stellt sich allerdings schnell heraus, dass es sich ebenfalls um ein Gimmick handelt.
"So wie Du es siehst".




Wir laufen den Pfad weiter entlang und treffen nach 1,5 Km Wanderung seit Start auf den "Jüdischen Friedhof" direkt an der Landstraße 108.

Irgendwie lassen mich jüdische Friedhöfe immer verstummen.
Zu sehr sind einem die Greueltaten der Nazi's bewusst.
Wir können es immer noch nicht begreifen, wie so etwas passieren konnte.



Der Pfad führt uns nunmehr weg von der Landstraße und wir gehen  jetzt auf einem Teilstück der Römerstraße vom Boppard nach Belgien.
Ich glaube, die Römer waren auch die Erfinder der Trekkingsandalen.


Es geht aber nur ein kürzeres Stück dieses Weges entlang, bevor wir nach rechts in den Wald einbiegen.
Römer haben wir keine gesehen. Wohl ein Bundeswehrjeep mit zwei "Bubis" drin.
Halt! Ich war ja auch mal so jung ;-)


Wir erreichen jetzt den Waldrand und bleiben dort auch eine etwas längere Strecke, wobei wir erneut die Kreisstraße 27 überqueren.
Am "Soonwaldblick" halten wir kurz inne und lassen das Panorama wirken.
Und wenn man in diesem Winkel fotografiert, sieht man auch die vielen Windräder nicht ...


Wir werden im übrigen hier auch durch verschiedene Pfade etc. geführt. Immer wieder geht ein solcher vom Feldweg ab und führt uns durch interessante Waldstücke.
Hier treffen wir auf den "Seerosenteich".



Es war dunkler als man denkt.
Und schön kühl.



Links des Weges liegt jetzt ein "Waldspielplatz".
Scheinbar schlafen die aber alle noch...


 Es geht weiter an einem "Waldabenteuerplatz" mit Klettergerüsten etc. vorbei.
Er liegt jedoch neben der Wanderstrecke und dürfte vermutlich kostenpflichtig sein.



Nach etwas mehr als 6 Kilometer Wanderstrecke insgesamt, treffen wir auf die "Kräuterspirale" mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen.


Knapp 120 Schritte später treffen wir auf das Highlight dieser Wanderung: den "Kyrill-Pfad".
Die Traumschleife geht über diesen Pfad (außer im Winter) weiter und ist kostenfrei.


Ein Hinweisschild erläutert uns die verschiedenen Stationen, die wir sehen werden.
An diesen Hinweistafeln selber finden sich auch Informationsbroschüren, die man mitnehmen kann.
Wenn man sie am Ende nicht mehr braucht, kann man sie auch wieder deponieren.


Es geht über Holzbrücken ...



... und Stege ...




Wir finden schöne Pflanzen ...




... und genießen das Wetter.


 Es geht unter abgestützten Baumstämmen hindurch ...




... wieder über Brücken ...




... Treppenstufen hinab ...




... lange Stege entlang ...





... auf weichem Boden entlang.


Man könnte sich verlaufen.
Nein. Jederzeit ist klar, wie es weitergeht.
Für Hunde jedoch keinesfalls zu empfehlen.
Eine Möglichkeit ist es jedoch, abwechselnd diesen Parcours zu gehen, während der andere auf den Hund aufpasst. Ein- und Ausgang liegen dicht beisammen.





Und wieder ein Blümchen entdeckt.





Ein letztes Mal eine kleinere Leiter hinunter.


Am Ende steht eine Spendenbox, die wir gerne "füttern".
Das war Klasse und hat Spaß gemacht.

Nur noch wenige Meter und wir sind am Ende unserer Wanderung auf dieser wirklich schönen und kurzweiligen Traumschleife.




Abstecher nach Kastellaun:

Wir haben den Wagen stehen lassen und sind die etwa 1,2 Kilometer zur Innenstadt zu Fuß gegangen.
Ziel war natürlich die Burg Kastellaun mit ihrer so genannten "Unterburg".



Wir sind im Uhrzeigersinn entlang gegangen, also nicht an der Kirche hoch. So haben wir einen schönen Blick über Teile der Stadt.



Wir gehen den Fußweg hoch ...


Würden wir auf dem Wehrgang rechts gehen, kämen wir zum "Haus der Regionalen Geschichte".
Dies hatte jedoch noch geschlossen.



 Also gingen wir links auf dem Wehrgang weiter und landen auf der Burg.



Viel ist leider nicht mehr übrig geblieben.
Hat aber trotzdem 'was.



 Da braucht man auch keine Fenster mehr ;-)






Hier finden auch Mittelaltermärkte etc. statt.





Noch schnell zwei Blümchen fotografiert...




... und einen Blick in die andere Richtung geworfen.




Wir gehen jetzt den Weg zur Kirche hinunter, jedoch nicht ohne zuvor noch ein Blümchen zu fotografieren ;-)







Fazit:

Einfach nur schön!
Wir sind nicht gewandert, wir sind geschlendert.
Durch den Besuch der Burg hat sich auch die Fahrtstrecke gelohnt.
Auch könnte man diesen Rundwanderweg, der fast auf gleicher Höhe verläuft im Anschluss an eine andere Traumschleife gehen, die in der Nähe sind.

Ach ja! Helga: Jetzt weiß ich auch, wo Hausbay liegt ;-)




Kommentare