Samstag, 27. August 2016

Bad Neuenahr-Ahrweiler Rundgang 5 (Eisenweg)

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Aufgrund der für heute angekündigten hohen Temperaturen entschied ich mich für eine sehr frühe Wanderung mit beiden Hunden - die zudem auch einen hohen Waldanteil innehaben sollte.

So fiel die Wahl auf den noch nicht begangenen "neuen" Rundweg 5 von Bad Neuenahr, der in Ramersbach startet.

Ich hatte mir die Strecke zuvor im Internet angeschaut und wollte es schon seinerzeit nicht wirklich glauben: bis auf einen Straßenzug bedient sich dieser neue Rundweg dem Themenrundweg Historische Straße Eisenweg.

Und - das nehme ich gerne schon mal vorweg - der Eisenweg ist seit mindestens einem Jahr um Klassen besser ausgeschildert.
Wie peinlich ist das denn?







Die beiden Wegekennzeichen.




Es ist noch sehr früh am Morgen und wir haben zu Beginn der Rundwanderung noch Gegenlicht.



Bereits gegen 07:00 Uhr sind es schon knapp 20 Grad Celsius.

Die Sonne kämpft sich durch und es verspricht, wieder ein heißer Tag zu werden.





Links sind schon die ersten Häuser von Ramerbach zu sehen.



Ein einziger Straßenzug Unterschied zum Eisenweg.

So kommen wir hier am Ortseingangsschild aus Richtung Heckenbach gesehen vorbei.




Durch den Ort an der Kirche vorbei durch und wieder in grobe Richtung Bad Neuenahr zurück.



Der einzige Vorteil, den Startpunkt auf den Wanderparkplatz am Forsthaus zu legen, ist, dass wir die freie Fläche direkt zu Beginn der Wanderung in Angriff nehmen können.


Ein Abstecher im Wald führt uns zur vermutlichen ehemaligen Stelle eines römischen Gutshofes.

Zu sehen ist natürlich nichts mehr davon.

Übrigens: kein Hinweis auf den Wegekennzeichen des Nummer 5.





Im Wald ist es noch angenehm kühl.


Insofern dürfte sich diese Rundwanderung gerade für heiße Tage anbieten.

Allerdings geht es jetzt einige zeitlang rechts ereignislos durch den Wald und wir überqueren die Landstraße.




Etwas später erwarten uns die Gräberfelder ...




... und die römische Siedlung mitten im Wald.


Die römische Siedlung wurde im 2. Jahrhunder n.Chr. gegründet, ihre wirtschaftliche Blüte erlebter sie im 3. Jahrhundert. Umfangreiches Fundmaterial belegt, dass sie auch im 4. Jahrhundert noch bewohnt war. Die Wasserversorgung und die Nähe zu Erzabbaustellen waren entscheidend für die Lage der Siedlung, die anscheinend nur für den Zweck der Roheisenproduktion angelegt worden war (Quelle).

Da die Grabungsergebnisse nicht veröffentlicht wurden und aufgrund der etwas abgelegenen Lage im Ahrweiler Stadtwald, geriet die Siedlung in Vergessenheit und verwilderte. Erst auf Initiative der Landespflegebehörde wurde sie 2001 erneut vom Bewuchs befreit und der Öffentlichkeit im Rahmen des neuen Eisenwegs zugänglich gemacht (Quelle wie vor).


Im Verlauf der Wegekennzeichnung wird bei der Nummer 5 auf die 100 Meter entfernte Breitekopfhütte hingewiesen.

Eine eher bruchfällige Hütte am Wegesrand.


An dieser weiteren Stelle führt ein Weg hinauf zur historischen Stelle "Alte Mauer".

Kein Hinweis bei der Nummer 5.

Irgendwie erschließt sich mir die Wegführung nun gar nicht mehr.





Mitten im Wald: Alte Mauer.




Kein Hinweis auf diesem Rundweg an dieser Stelle zu diesem Abbau zuvor.


Fazit:

Der Eisenweg ist interessant, aber auch recht "langatmig" bei der Wanderung.
Nichtsdestotrotz bietet er sich an, wenn man eine Waldwanderung an warmen Tagen machen möchte.
Es ist auf jeden Fall genügend Flüssigkeit für die Hunde mitzunehmen.

Track, Übersicht und Karte:

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